Magengrimmen bei manchen Nahrungsmitteln: Allergie oder Unverträglichkeit?
Unverträglichkeit/Intoleranz

Magengrimmen bei manchen Nahrungsmitteln: Allergie oder Unverträglichkeit?

Nur wenige Menschen leiden tatsächlich an einer Nahrungsmittelallergie. Viel häufiger ist da schon die Nahrungsmittelunverträglichkeit. Aber worin genau liegt eigentlich der Unterschied? In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Allergie bzw. eine Unverträglichkeit erkennst und am besten mit ihr umgehst.

Ist das nicht dasselbe?

Obwohl es zwischen ihnen große Unterschiede gibt, werden Allergien und Unverträglichkeiten im Sprachgebrauch gerne verwechselt. Bei einer Allergie löst ein bestimmtes Nahrungsmittel eine Reaktion des Immunsystems aus. Diese Reaktionen äußern sich dann häufig in Form von Ausschlag, Juckreiz oder Atemnot. Allerdings kommen Nahrungsmittelallergien nur recht selten vor. Meistens überschneiden sie sich mit anderen Allergien (z. B. Blütenstaub). Man geht davon aus, dass in Deutschland lediglich zwei Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Wesentlich häufiger treten Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf. Statistiker schätzen, dass vier von fünf Erwachsenen an einer Unverträglichkeit leiden. Oft wird eine Unverträglichkeit aber gar nicht erst diagnostiziert, weil der Betroffene die Symptome mit der Zeit als normal empfindet und sich an sie gewöhnt hat. Grund genug also, sich etwas genauer mit dem Thema zu befassen.

Schwer verdaulich: Nahrungsmittelunverträglichkeit

Dein Körper nimmt über das Essen und Trinken die Nährstoffe auf. Während des Verdauungsvorgangs entzieht er der Nahrung alles, was er zum täglichen Leben benötigt. Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit – oft auch Intoleranz genannt – löst das Nahrungsmittel zwar keine Reaktion des Immunsystems aus, aber der Körper ist nicht in der Lage, dieses Nahrungsmittel zu verdauen. Die Symptome einer Unverträglichkeit haben deswegen auch meistens etwas mit dem Verdauungsapparat zu tun. Natürlich sind Blähungen – von Medizinern Flatulenz genannt – bis zu einem gewissen Maß völlig normal und kein Anlass zur Beunruhigung. Wer aber nach den Mahlzeiten unter einem Blähbauch oder starken Bauchkrämpfen leidet, sollte mit seinem Arzt darüber reden. Auch chronischer Durchfall und Müdigkeit können Anzeichen für eine Nahrungsmittelintoleranz sein.

Was du selbst tun kannst

Anders als bei der Nahrungsmittelallergie ist es bei einer Unverträglichkeit in der Regel nicht nötig, dauerhaft und vollständig auf ein Nahrungsmittel zu verzichten. Oft genügt es schon, die Mengen zu reduzieren. Wenn du beispielsweise den Verdacht hast, an einer Laktoseintoleranz zu leiden, solltest du zwei Wochen lang sämtliche Lebensmittel meiden, die Laktose enthalten. Während dieser Zeit kann sich die Darmflora erholen und die Beschwerden gehen in der Regel zurück. Um nun herauszufinden, wie hoch deine Toleranzgrenze ist, kannst du Schritt für Schritt wieder laktosehaltige Lebensmittel zu dir nehmen. So kannst du feststellen, in welchen Mengen Laktose für dich unbedenklich ist. Falls es dir schwerfällt, deine Ernährung anzupassen, solltest du dir Unterstützung im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung holen.

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