Mehrlingsschwangerschaft: eine Herausforderung
Risikoschwangerschaft

Mehrlingsschwangerschaft: eine Herausforderung

Jede Schwangerschaft ist für die werdenden Eltern aufregend. Das gilt umso mehr, wenn Mehrlinge unterwegs sind, die die Eltern vor besondere Herausforderungen stellen werden. Welche das sind und wie du sie am besten angehst, erfährst du in diesem Artikel.

Vorsicht – aber keine Panik!

Die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Zwillingsschwangerschaft liegt laut Statistiken bei 1 zu 85. Allerdings scheinen gewisse genetische Voraussetzungen diese Wahrscheinlichkeit zu beeinflussen, sodass Mehrlingsschwangerschaften in manchen Familien häufiger vorkommen. Auch eine Hormonbehandlung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung erhöht die Wahrscheinlichkeit. Im Ultraschall kann eine Mehrlingsschwangerschaft meist schon bei der ersten Untersuchung festgestellt werden.

Durch große Fortschritte in der Medizin, und besonders im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen, konnten die früher recht hohen Gefahren, die von einer Mehrlingsschwangerschaft ausgingen, stark reduziert werden. Sie wird aber auch heute noch per se als Risikoschwangerschaft eingestuft. Um sicherzugehen, dass es der Mutter und den Kindern gut geht, werden die üblichen Vorsorgeuntersuchungen deshalb häufiger durchgeführt als bei Schwangerschaften mit nur einem Kind.

Was passiert im Körper der Mutter?

Die körperlichen Veränderungen bei der Mutter werden früher sichtbar als bei einer Einlingsschwangerschaft. Brust und Bauch wachsen sehr schnell. Wenn du besonders früh mit feuchtigkeitsspendender Hautpflege beginnst, hilft dir dies, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Auch die Hormonschwankungen der ersten Wochen – und oft leider auch die damit verbundene Übelkeit – fallen meist etwas stärker aus. Wie bei jeder Schwangerschaft sollte die Mutter auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten. Natürlich ist auch die Gewichtszunahme bei Mehrlingsschwangerschaften naturgemäß etwas höher.

Mehrlingsschwangerschaften – intensiver, aber dafür kürzer

Besonders in den letzten Wochen vor der Geburt werden die Belastungen für die Mutter spürbarer. Die Kurzatmigkeit nimmt zu, weil die Gebärmutter auf das Zwerchfell drückt. Deswegen sollten Anstrengungen vermieden und besonders auf ausreichende Ruhepausen und Erholung sollte geachtet werden.

Für den Körper der Mutter ist eine Mehrlingsschwangerschaft also intensiver – aber auch kürzer. Nur selten bleiben z. B. Zwillinge bis zur 40. Woche im Mutterleib. Sie werden nämlich schon früher als ausgereift angesehen. Eine Geburt in der 37. Woche ist bei Zwillingsschwangerschaften daher nicht ungewöhnlich. Zum Wohl von Mutter und Kindern sollte die Entbindung deshalb auf jeden Fall in einem spezialisierten Krankenhaus geplant werden.

Auch nach der Geburt sind Mehrlinge eine besondere Herausforderung. Zum Glück gibt es mittlerweile ein großes Beratungsangebot. Hebammen, Elterngruppen und natürlich auch deine AOK Hessen unterstützen dich gerne. Außerdem ist doppeltes (oder mehrfaches) Glück garantiert!

Mehr Informationen für werdende Eltern findest du in unserer Kategorie Schwangerschaft & Stillzeit.