Mental fit bis ins hohe Alter – geht das überhaupt?
Mentale Fitness

Mental fit bis ins hohe Alter – geht das überhaupt?

Mit dem Alter nimmt die Leistung des Körpers ab – das gilt auch für unser Gehirn. Ein gewisser Grad an Schusseligkeit ist also völlig normal. Doch leidet der oder die Betroffene an einer kognitiven Störung, kann also Informationen langsam verarbeiten, sich nicht mehr gut konzentrieren und sich Dinge immer schlechter merken, dann spricht man von Altersvergesslichkeit.

Diese Krankheit ist nicht gleichzusetzen mit Demenz, bei der die Symptome sich immer weiter verschlimmern. Bei der Altersvergesslichkeit schreitet der Prozess ab einem gewissen Punkt nicht fort. Doch Betroffene sind in ihrem Alltag trotzdem eingeschränkt, sie meiden stressige Situationen, die sie überfordern könnten, sind weniger belastbar und ziehen sich immer weiter aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Ursachen von Altersvergesslichkeit

Unser Gehirn befindet sich ein ganzes Leben lang im Wandel. Ständig lernen wir neue Dinge dazu und so müssen immer neue Verbindungen der einzelnen Nervenzellen geschaffen werden. Mit dem Alter nimmt diese Fähigkeit ab, denn ab dem 40. Lebensjahr beginnt das Gehirn, sich zu verkleinern. Eine Therapie zur dauerhaften Behandlung gibt es nicht, jedoch können Gehirntraining und Medikamente die mentale Leistung zumindest zeitweise wieder erhöhen.

Ganz wichtig: Nicht immer handelt es sich „nur“ um Altersvergesslichkeit. Es könnten auch ernste Krankheiten hinter den Beschwerden stecken. Wir empfehlen dir daher, beim kleinsten Verdacht immer einen Arzt aufzusuchen.

Wie halte ich mich mental fit?

Wer Neues lernt und sein Gehirn regelmäßig trainiert, bringt es dazu, neue Nervenverknüpfungen zu schaffen und so der Leistungsabnahme vorzubeugen.

Das können Hobbys wie Lesen, Rätsellösen oder Handarbeiten, das Erlernen einer fremden Sprache oder eines Musikinstrumentes sein.

Wer aktiv am Leben teilnimmt, sich Herausforderungen stellt und soziale Kontakte pflegt, tut bereits viel für sein Gehirn.

Auch im Alltag kann man leicht Übungen einbauen, um seine kognitiven Fähigkeiten zu trainieren. Beispielsweise mal den Einkauf ohne Liste, ganz aus dem Gedächtnis heraus erledigen. Oder eine Telefonnummer manuell eingeben, bevor man das Telefon automatisch wählen lässt.

Auch Sport trägt zur mentalen Fitness bei. Es hat sich gezeigt, dass ausgiebige Bewegung bei älteren Menschen geistigen Leistungseinschränkungen vorbeugt. So ist beispielsweise Tanzen ideal.

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