Mönchspfeffer: natürliches Heilmittel gegen Regelschmerzen
Heilkräuter

Mönchspfeffer: natürliches Heilmittel gegen Regelschmerzen

Keuschlamm, Vitex agnus-castus oder einfach Mönchspfeffer – die meterhohe Pflanze hat viele Namen, wohl nicht zuletzt, weil sie eine lange Geschichte kennt. Wie bei anderen Heilpflanzen, zum Beispiel dem Fingerhut, ist unseren Vorfahren auch beim Mönchspfeffer aufgefallen, dass es die Pflanze in sich hat, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben den Mönchspfeffer einmal etwas genauer unter die Lupe genommen. Im Folgenden verraten wir dir, was es mit dem schönen Namen auf sich hat und wie er zum Beispiel deine Regelbeschwerden lindert.

Mönchspfeffer: der Scharfmacher

Die erste Frage, die du dir beim Blick auf den Namen wohl stellst, ist: Wieso heißt es eigentlich „Mönchspfeffer“? Hat die Pflanze irgendetwas mit der gemeinen Pfefferpflanze zu tun? Die Antwort auf die Frage ist: Ja, das hat sie tatsächlich. Zum einen erinnern die kleinen, dunklen Beeren der Heilpflanze mit ihrem Aussehen stark an Pfefferschoten. Zum anderen kannst du Mönchspfeffer als alternativen Scharfmacher zum schwarzen Pfeffer nutzen. Bleibt jedoch die Frage, was der Mönch mit dem Pfeffer zu tun hat.

Mönchspfeffer: der Anti-Scharfmacher

Interessanterweise wurde der Mönchspfeffer zwar früher bereits genutzt, um Speisen zu schärfen. Nicht jedoch in erster Linie, um den Geschmack zu verbessern. Vielmehr wurde dem Mönchspfeffer eine lusthemmende Wirkung nachgesagt. Mönche und Nonnen nahmen die Beeren mit der Nahrung auf oder schliefen auf den Pflanzen. Sie glaubten, so der körperlichen Lust besser widerstehen zu können. Bis heute ist eine lusthemmende Wirkung jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen.

Regelschmerzen ade: Mönchspfeffer reguliert den Hormonhaushalt

Bewiesen ist dagegen, dass Mönchspfeffer bei verschiedenen Frauenbeschwerden schmerzlindernd und entkrampfend wirkt. Vielleicht gehörst du zu den Frauen, die monatlich wiederkehrende Regelschmerzen kennen? Oder leidest du gar am prämenstruellen Syndrom (PMS), an Brustempfindlichkeit oder Zyklusstörungen? Dann kann dir eine Behandlung mit Mönchspfeffer helfen. Denn der Auslöser der Beschwerden kann ein zu hoher Prolaktinwert sein. Das Hormon ist u. a. in der Schwangerschaft für die Milchproduktion sehr wichtig. Ist der Wert jedoch erhöht, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt, können z. B. Zyklusstörungen die Folge sein. Die Wirkstoffe im Mönchspfeffer regulieren deinen Hormonhaushalt und bringen so den Prolaktinwert wieder ins Gleichgewicht.

Ein wenig Geduld ist nötig

Mönchspfeffer bekommst du als Fertigpräparat in Form von Kapseln, Tees oder Tropfen. Verwendest du ihn zum ersten Mal, solltest du ein wenig Geduld aufbringen. Denn seine ganze Wirkung entfaltet sich erst, wenn du ihn drei Monate regelmäßig einnimmst. Auch bei Mönchspfeffer können, wie bei anderen Medikamenten, Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten.

Sprich offen mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen, wenn du dich für eine Behandlung mit Mönchspfeffer interessierst. Regelschmerzen, Brustempfindlichkeit oder Zyklusstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Schwangere und stillende Frauen sollten auf die Einnahme von Mönchspfeffer verzichten. Rede daher offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und frage, ob sie dir eine Behandlung mit Mönchspfeffer in deinem Fall empfehlen.

Mit seinen besonderen Wirkstoffen reiht sich der Mönchspfeffer in die Riege der Heilpflanzen ein. Möchtest du noch tiefer in die Welt der Heilpflanzen eintauchen, dann schau doch einfach in unserer Kategorie „Heilkräuter“ vorbei.

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