Nordic Walking: So geht’s richtig!
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Nordic Walking: So geht’s richtig!

Viele verbinden mit Nordic Walking nur eine Alibi-Sportart vor allem für Alte, Fußkranke oder Übergewichtige. Dies ist aber keineswegs der Fall. Nordic Walking ist eine tolle Art, sich schonend zu bewegen, denn es werden die meisten deiner rund 700 Muskeln beansprucht. Durch den Einsatz von Stöcken entlastest du außerdem deine Gelenke um rund 30 Prozent. Zudem werden Bänder und Sehnen aufgrund der besseren Durchblutung elastischer und die Knochen werden fester.

Nordic Walking bringt darüber hinaus den Puls in Schwung und der Körper verbrennt gleichzeitig noch reichlich Fett. Rund 500 Kilokalorien verbraucht der Nordic Walker pro Stunde. Die Sportart eignet sich besonders für Untrainierte, Übergewichtige und Menschen mit Vorschädigungen an Gelenken und Wirbelsäule. Durch regelmäßiges Nordic Walking kannst du typischen Altersbeschwerden vorbeugen, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Diabetes, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck.

Wie du siehst: Es spricht also einiges für den Trendsport aus Finnland, der schon seit vielen Jahren auch bei uns in Mode ist.

Die richtigen Stöcke

Es gibt immer wieder Nordic-Walking-Stöcke bei diversen Discountern im Angebot. Diese müssen nicht zwangsläufig schlecht sein, aber es gibt doch einiges zu beachten:

  • Material: Das richtige Material ist von entscheidender Bedeutung. Die Stöcke sollten nie aus Aluminium sein, weil diese sich durchbiegen können. Grundsätzlich eignet sich ein Material mit Carbonanteil.
  • Griffe und Länge: Korkgriffe sind Gummigriffen immer vorzuziehen. Wichtig ist auch die Länge der Stöcke. Diese herauszufinden, ist ganz einfach: Die eigene Körpergröße mit 0,66 multiplizieren und schon passt das Ganze. Und besonders wichtig sind die Handschlaufen. Ohne diese funktioniert Nordic Walking einfach nicht.
  • Stockspitzen: Auch hier gibt es Unterschiede, die aber vor allem mit dem Untergrund, auf dem man sich bewegt, zusammenhängen. Für den Einsatz auf Asphalt müssen auf die Metallspitzen zusätzlich sogenannte „Katzenpfoten“ gesteckt werden. Diese sind griffiger als die Metallspitzen und geben so mehr Halt auf hartem Untergrund, bei dem sich der Stock nicht in den Boden bohren kann.

Kosten

Teuer ist es nicht, sich mit Nordic Walking fit zu halten. 50 bis 100 Euro sollte man für die Stöcke einplanen, spezielle Walkingschuhe braucht man dagegen nicht unbedingt, bequemes und passendes Schuhwerk ist vollkommen okay.

Grundkurs oder nicht?

Nordic Walking ist nicht kompliziert, wer es aber besonders gut machen möchte, kann sich für einen Grundkurs anmelden. Hier bekommt man die Basics schnell und einfach vermittelt. Es gibt nämlich ein paar Technikfehler, die sich einschleichen können.

Hier vier Tipps, die du beim Nordic Walking beachten solltest:

  1. Achte darauf, nicht zu fersenbetont zu gehen und das Knie beim Aufsetzen nicht durchzustrecken, um deine Kniegelenke zu schonen.
  2. Mache lieber kleinere Schritte als zu lange. Letztere belasten unnötig deine Knie, deine Hüfte und deinen Rücken.
  3. Setze deine Stöcke nicht zu weit vor dem Körper auf und vermeide auch, dich zu sehr darauf zu stützen.
  4. Bleibt noch das richtige Maß: Einsteiger sollten höchstens dreimal in der Woche 30 bis 60 Minuten walken. Wer dabei außer Atem gerät, sollte das Tempo zügeln. Diese Überbelastung ist bei dieser Sportart nicht erwünscht.

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