Osteopathie: gezielte Griffe für die Gesundheit
alternative Medizin

Osteopathie: gezielte Griffe für die Gesundheit

Alternative Heilmethoden liegen voll im Trend. Osteopathie ist eine davon. Die Behandlungsmethode der „sanften Hände“ wird oft von Patienten in Anspruch genommen, die unter chronischen Schmerzen leiden und mit schulmedizinischen Mitteln nicht mehr weiterkommen. Sie hoffen, beim Osteopathen Hilfe zu erhalten. Aber auch vorbeugend soll Osteopathie den Körper unterstützen, indem sie dessen Selbstheilungskräfte aktiviert.

Körper, Geist und Seele

In der Osteopathie wird der Mensch als Einheit betrachtet. Es geht darum, für die Gesundheit von Körper, Geist und Seele zu sorgen. Die Bekämpfung einzelner Symptome fließt dabei in die ganzheitliche Behandlung ein. Denn die Osteopathie sieht einen Zusammenhang zwischen der Struktur und der Funktion des Körpers. Das heißt, dass sich Störungen oder Blockaden an einer bestimmten Stelle auch auf andere Bereiche im Körper auswirken können. Ziel ist es, Funktionsstörungen zu beheben, um die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Sanftes Wirken

Eine osteopathische Sitzung dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Zunächst besprechen Patient und Osteopath ausführlich die Symptome und das Krankheitsbild. Anschließend folgen die körperliche Untersuchung und die eigentliche osteopathische Behandlung.

Mit speziellen Zug- und Drucktechniken löst der Osteopath Blockaden – nicht nur im Bewegungssystem. Auch die inneren Organe und das Nervensystem können so behandelt werden. Der Osteopath arbeitet dabei nur mit den Händen, ohne Medikamente oder medizinische Geräte wie Spritzen.

Blockaden lösen

Die Möglichkeiten der Osteopathie sind vielseitig. Aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes wird sie nicht nur als Schmerztherapie eingesetzt, sondern kann auch bei Einschränkungen oder Verletzungen im Bewegungsapparat, bei Migräne und bei Hals- oder Ohrenbeschwerden helfen. Auch bei Hauterkrankungen oder hormonellen Problemen wie in der Schwangerschaft oder bei Menstruationsbeschwerden kann die Osteopathie eine mögliche Behandlung sein. Auch für Kinder ist die Osteopathie eine sanfte Heilmethode, zum Beispiel bei Skoliose, Aufmerksamkeitsstörungen oder Entwicklungsstörungen. Laut der Osteopathie sind die meisten Krankheiten nur Symptome von Struktureinschränkungen des Körpers. Löst man diese Blockaden und unterstützt den Körper in seiner Funktionsweise, kann man die meisten Beschwerden lindern.

Grenzen der Osteopathie

Viele Patienten sind begeistert von der sanften Heilmethode. Verständlich, denn schließlich verzichtet sie komplett auf medizinische Hilfsmittel. Es gibt aber noch keine Studien oder Analysen, die ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachweisen. Deshalb ist die Osteopathie in Fachkreisen nicht unumstritten. Dementsprechend ist es sinnvoll, Beschwerden interdisziplinär zu behandeln und Osteopathie als begleitende Behandlung zu anderen Heilverfahren in Anspruch zu nehmen.

Ausbildung muss sein

Die Berufsbezeichnung „Osteopath“ ist staatlich nicht geschützt. Achte darauf, dass dein Osteopath zum Beispiel Mitglied eines Berufsverbandes ist oder den Abschluss einer qualitativ hochwertigen osteopathischen Ausbildung vorweisen kann. Hessen hat als einziges Bundesland die Fortbildung zum Osteopathen staatlich geregelt. Diese gilt ausschließlich für Physiotherapeuten, medizinische Bademeister, Masseure und Heilpraktiker. Oft sind niedergelassene Ärzte auch gleichzeitig Osteopathen.

Als ergänzende Therapieform kann die Osteopathie also in manchen Fällen gute Behandlungserfolge erzielen. Das ist auch der Grund, weshalb die AOK Hessen diese alternative Heilmethode unter bestimmten Voraussetzungen finanziell unterstützt. Im Rahmen eines eigenen Gesundheitskontos hast du die Möglichkeit, dir von uns die Kosten für bis zu drei osteopathische Behandlungen erstatten zu lassen. Das gilt übrigens auch für homöopathische Behandlungen. Interessiert? Dann erfahre mehr über das Gesundheitskonto.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.