PEKiP-Kurse für Babys: Bringen die was?
Start ins neue Leben

PEKiP-Kurse für Babys: Bringen die was?

Das Prager Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. Ziel des PEKiP ist es, Eltern und Babys im sensiblen Prozess des Zueinanderfindens zu unterstützen, um das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern.

Außerdem soll es die Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern stärken und vertiefen. Es begleitet die Eltern und fördert den Erfahrungsaustausch sowie die Kontakte der Eltern untereinander und ermöglicht dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen.

Bewegungsfreiheit und Sinneswahrnehmung

In den PEKiP-Kursen sind die Babys nackt, was dem ein oder anderen nicht unbedingt gefällt. Aber wir können Entwarnung geben: Die Methode gilt als absolut empfehlenswert und wird von vielen Fachleuten empfohlen. Der Grund ist aber ganz einfach: Babys bewegen sich ohne Windel und weitere Textilien tatsächlich leichter und ungestörter. Ein Hygieneproblem ist nicht zu befürchten. Muss das Baby mal, kann die Unterlage, auf der es liegt, ausgetauscht und gereinigt werden.

Immer noch aktuell

Überholt ist PEKiP trotz seines Entstehungszeitraumes[KB1]  nicht. Inzwischen ist das Programm durchaus etablierte Praxis und in jeder größeren Stadt gibt es PEKiP-Kurse. Sie beginnen üblicherweise, wenn das Baby 4 bis 6 Wochen alt ist. Mehrere Elternteile treffen sich mit ihren etwa gleichaltrigen Säuglingen einmal pro Woche für etwa 90 Minuten, um sich mit ihren Kindern intensiv zu beschäftigen. Der entsprechend ausgebildete Gruppenleiter zeigt Spiele, die die Sinne der Kleinen anregen und sie zur Bewegung animieren. Das soll ihre Entwicklung fördern, was bis heute allerdings nicht umfassend erforscht ist. Aufgrund der Erfahrungen und basierend auf dem aktuellen Kenntnisstand wird das Programm aber zumindest als äußerst sinnvoll angesehen.

Früh übt sich – Lernen beginnt sofort nach der Geburt

PEKiP-Kurse fördern schon in den ersten Lebenswochen und -monaten die kindliche Entwicklung und folgen damit der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Säuglinge schon ab der Geburt aufs Lernen eingestellt sind. Das Gehirn reift nicht einfach durch älter werden. Nervenverbindungen werden im Überschuss angelegt, aber es bleiben nur die erhalten, die auch genutzt werden.

Eltern sensibilisieren

Laut PEKiP-Konzept sollen Eltern für die Bedürfnisse ihres Kindes sensibilisiert werden, um die Eltern-Kind-Beziehung zu festigen. Ein Säugling ist ganz auf Dialog angelegt, weshalb es Aufgabe der Eltern ist, seine Signale zu lesen, effektiv und prompt – tatsächlich also innerhalb von Sekunden – zu reagieren. Der PEKiP-Gruppenleiter unterstützt und erklärt dabei umfassend die Signale.

Auch für Eltern gut

Aber nicht nur vom Rat eines Profis profitieren die Eltern bei Kursen wie PEKiP. Auch der Kontakt zu anderen Eltern wird gefördert. Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, verändert sich das Leben der Eltern komplett. Der Alltag ist nun nicht mehr selbst-, sondern fremdbestimmt: Das Baby steht im Fokus und bestimmt den Takt. Umso wichtiger wird das soziale Netz, das durch frühkindliche Bildungsangebote erweitert wird und Eltern zusammenbringt. Sie bieten eine gewisse Entlastung und helfen, Kontakte zu anderen Familien in derselben Situation zu knüpfen. Also ein Vorteil für frischgebackene Eltern und ihren Sprössling.

Übrigens: Im Rahmen des Wahltarifs „Meine Leistung plus“ kannst du dir die Kosten für den PEKiP-Kurs auch erstatten lassen. Weitere Informationen zu den wichtigsten Themen für Eltern und Familien findest du hier.

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