Pilze: So gesund sind Champignons, Shiitake und Co.
Nahrungsmittel

Pilze: So gesund sind Champignons, Shiitake und Co.

Kalorienarm, hoher Proteingehalt und voller Vitamine: Pilze sind in unserer heimischen Küche überaus beliebt. Jedoch ranken sich um dieses Nahrungsmittel viele Mythen: Putzen oder Waschen? Obst oder Gemüse? Wir haben Antworten für euch und erklären, warum Pilze so gesund sind – und wann ihr sie keinesfalls essen solltet.

Pilze: Obst oder Gemüse?

Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht, die Banane eine Beere und die Tomate gehört zum Obst – und zu welcher Gattung zählen Pilze? Interessant: Sie sind weder Gemüse noch Obst, sie gehören nicht einmal zu den Pflanzen. Denn Pilze betreiben keine Fotosynthese, sie ziehen ihre Energie aus organischen Substanzen. Damit sind sie aber noch lange keine Tiere. Pilze bilden die dritte große Gattung der Lebewesen.

Power pur: Darum sind Pilze so gesund

Pilze versorgen uns mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Daneben enthalten sie fast kein Salz, kein Cholesterin, wenig Fett und sind sehr kalorienarm. Außerdem haben Pilze einen höheren Proteingehalt als viele Gemüsesorten: Durchschnittlich enthalten 100 Gramm Pilze 3,3 Gramm Eiweiß. Gerade Champignons, Austernpilze und Shiitake sind reich an Vitaminen der B-Gruppe. Pilze speichern Vitamin D aus UV-Licht. So sind sie in den dunkleren Jahreszeiten eine gesunde Ergänzungs-Quelle für das Sonnen-Vitamin und beugen Vitamin D-Mangel vor.

Einfach lecker! Beliebte Pilze für Herbstgerichte

Der wohl bekannteste und beliebteste, essbare Pilz ist der Champignon. Er wird auch Egerling oder Portobello genannt, wegen seines schönen Huts. In der Küche ist er der Star unter den Pilzen – das ganze Jahr erhältlich und unglaublich vielseitig. Der leicht nussige Geschmack peppt Salate, Soßen und Gemüsepfannen auf. Sehr schmackhaft ist auch ein leckerer Champignon-Aufstrich. Tipp: Braune Champignons haben ein kräftigeres Aroma als weiße.

Der Austernpilz ist in der Küche ebenso vielseitig einsetzbar wie der Champignon und deswegen fast genauso begehrt. Sein Geschmack ist voll, kräftig und erinnert an Kalbfleisch. Deswegen wird er gerne für vegetarische Austernpilz-Schnitzel verwendet. Er enthält außerdem die Vitamine C und D.

Der Pilz mit dem exotischen Namen Shiitake kommt aus Ostasien. Dort bereichert er mit seinem leicht knoblauchartigen Geschmack seit vielen Jahren die japanische Küche. Auch auf deutschen Speiseplänen hat der Pilz inzwischen einen festen Platz. Er ist sehr reich an Vitaminen der B-Gruppe, Kalzium, Kalium, Eisen, Natrium, Kupfer und Zink .

Daneben gibt es zahlreiche andere heimische und ausländische, essbare Pilzarten, mit denen wir im Herbst leckere und gesunde Gerichte zaubern – wie wäre es mit einem Steinpilz-Risotto, einem Parasol-Schnitzel oder einer Morchel-Rahmsoße?

Achtung! Diese Pilze sind giftig

Wer Pilze im Supermarkt kauft, kann sicher sein: lecker und ungiftig. Doch aufgepasst, wer selbst sammelt. Denn neben einigen ungenießbaren Arten gibt es auch giftige Pilze. Zu den giftigsten heimischen Pilzarten gehören:

  • der Grüne Knollenblätterpilz,
  • der Gifthäubling,
  • der Kegelhütige Knollenblätterpilz,
  • der Orangefuchsige Raukopf und
  • der Spitzgebuckelte Raukopf.

Gewusst? Die Ursache der meisten Pilzvergiftungen sind nicht giftige Pilze, sondern verdorbene, essbare. Ältere Pilze verwesen schon, obwohl sie noch aufrecht im Boden stehen. Dabei entstehen Giftstoffe, die Menschen nicht vertragen. Deshalb gilt: nur junge, knackige Pilze sammeln – oder auf Nummer sicher gehen und saisonal auf dem Wochenmarkt einkaufen.

Putzen oder waschen? So bereitest du Pilze richtig zu

Im Internet liest du immer wieder, dass du Pilze keinesfalls waschen solltest – ein hartnäckiger Mythos. Denn sie saugen sich nicht mit Wasser voll. Es gibt auch keine Belege, dass sie dabei ihr Aroma verlieren. Ernährungsexperten raten sogar explizit dazu, Pilze unter fließendem Wasser waschen. Der Grund: Sowohl Wildpilze als auch Pilze aus dem Zuchtanbau können mit Bakterien belastet sein.

Pilze sind außerdem leicht verderblich und sollten so bald wie möglich zubereitet werden. Ernährungsexperten raten, sie maximal zwei Tage im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen Ort aufzubewahren. Pilze, die nicht mehr gut sind, weisen gelb-braune, grün-braune oder rot-braune Verfärbungen auf. Auch verklebte oder schmierige Lamellen sind ein Warnzeichen. Im Extremfall bildet sich pelziger Schimmel, wie bei der falschen Lagerung von Obst und Gemüse.

Champignons, Shiitake und Austernpilze kannst du ohne Bedenken roh essen. Doch es gibt einige Pilzarten, die ungekocht giftig sind. Wildpilze können generell Schadstoffe aus ihrer Umgebung enthalten. Deswegen solltest du alle Wildpilze und Sorten, bei denen du dir unsicher bist, vor dem Essen braten, garen oder backen.

Heimisch, saisonal, gesund – den perfekten Ernährungsplan finden

Du willst mehr über heimische Superfoods erfahren oder wissen, wie du dich ausgewogen ernährst? Dann schau bei unserem Kurs „FlexiFood“ vorbei, hol dir Tipps und Inspiration für saisonale Rezepte.

Weitere Newsletter Themen: