Poker – Onlineglücksspiel oder Zeitvertreib?

In den letzten Jahren erfährt das Pokerspiel in Deutschland einen regelrechten Boom. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es im Fernsehen verschiedene Sendungen gibt, in denen Promis gegeneinander spielen. Zudem wirbt ein bekanntes Werbegesicht für eine der zahlreichen Online-Pokerplattformen.

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Damit werden besonders Jugendliche angesprochen, das Pokern wird gesellschaftsfähig und aus der zwielichtigen Ecke des Glücksspiels geholt. Und was ist mit Onlinepoker?

Onlinepoker vs. Poker

Eines vorweg: Wer sich gelegentlich mit Freunden zu einer Runde Poker trifft, ist noch lange kein Spielsüchtiger oder Glücksspieler. Denn das gemeinsame Spielen fördert die sozialen Kontakte und den gemeinsamen Austausch in Bezug auf Tipps und Tricks. Doch beim Onlinepoker sieht das ganz anders aus. Hier stehen nicht die Gemeinschaft und die sozialen Kontakte, sondern das Spiel selber im Vordergrund. Dadurch, dass immer mehr Casinos dazu übergehen, kein Poker mehr anzubieten, wird der Trend zum Onlinepoker noch gestärkt. Doch warum reduzieren klassische Casinos das Pokerangebot trotz steigender Beliebtheit des Spiels?

Warum Onlinepoker?

Für Casinobetreiber ist die Antwort einfach: Das Bereitstellen von Tischen, Personal und Platz für Poker ist im Vergleich zu den potenziellen Einnahmen teurer als beispielsweise bei Roulette oder bei Spielautomaten. Für Onlinecasinos rechnet sich Poker hingegen sehr, weil sie weder Personal noch Platz zur Verfügung stellen müssen. Zudem haben sie mit gezielt ausgespielter Werbung eine weitere attraktive Einnahmequelle.

Für die Spieler ist vor allem die ständige Verfügbarkeit ein wichtiges Argument für das Spielen online. Doch diese Besonderheit ist zugleich auch eine große Gefahr für die Spieler.

Gefährdungspotenzial beim Onlinepoker

Herkömmliche Casinos haben begrenzte Öffnungszeiten, relativ strikte Kleiderordnungen und können im Ernstfall Hausverbote aussprechen. Beim virtuellen Pokern fehlen diese Kontrollinstrumente. Keinen interessiert es, wann man spielt, wie viel man spielt oder in welcher körperlichen und psychischen Verfassung man sich befindet. Empfängliche Menschen kann das dazu verleiten, mehr und risikoreicher zu spielen, als sie es im wahren realen Leben in einem Casino tun würden. Das Fehlen des gesellschaftlichen Aspekts ist beim Onlinepoker ein großes Problem.

Rechtliche Grundlage

Darf online überhaupt um Geld gespielt werden? In Deutschland ist die rechtliche Lage für Glücksspielanbieter, und dazu gehören auch Online-Pokeranbieter, eindeutig geregelt. Allerdings finden die Anbieter Mittel und Wege, diese Regeln zu umgehen. Das in Deutschland geltende Werbeverbot für Onlineglücksspiel wird beispielsweise dadurch ausgehebelt, dass die Betreiber Pokerseiten, auf denen nicht um reales Geld, sondern um Punkte gespielt wird, bewerben. Auf diesen Seiten finden sich dann wiederum Links zu den „richtigen“ Pokerseiten, auf denen um echtes Geld gespielt werden kann. Diese Seiten werden häufig im Ausland gehostet, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

Positive Effekte des Pokerns

Abgesehen von der Möglichkeit, um Geld zu spielen, und all den damit verbundenen negativen Auswirkungen wie Spielsucht, finanziellen Problemen, Vereinsamung etc., hat Pokern in erster Linie einen positiven Effekt auf den Spieler. Poker ist ein geselliges und sehr komplexes Spiel mit verschiedensten Taktiken und einem komplexen Regelwerk. Man muss neben den eigenen Karten auch die der Gegner einschätzen lernen, sich selber unter Kontrolle halten und ständig auf neue Situationen reagieren. Regelmäßiges Spielen, egal ob online oder zusammen mit Freunden, steigert die Konzentrationsfähigkeit und hält die grauen Zellen auf Trab.

Jedoch sollte man sich auch selber beobachten und aufpassen, dass man sich wegen des Spiels nicht abkapselt oder soziale Kontakte einschränkt. Denn das Pokern sollte ein abwechslungsreicher Zeitvertreib bleiben, der Spaß macht und den Kopf fit hält.

Weitere Informationen zum Thema Computersucht findest du hier.

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