Prävention: je früher, desto besser
Vorsorgeuntersuchung

Prävention: je früher, desto besser

Gesundheitsvorsorge – das klingt nach 50 plus, oder? Deutlich jüngere Menschen haben das Thema Vorsorge oft noch nicht auf dem Schirm. Das ist allerdings sehr schade. Denn je früher du damit anfängst, ein Auge auf deine Gesundheit zu haben, desto besser kannst du deinen Körper beim Gesundbleiben unterstützen. Dabei geht es übrigens um viel mehr als Arztbesuche! Prävention kann sogar Spaß machen und gerade in jungen Jahren viel bewegen.

Prävention geht einher mit einem gesunden Lebensstil

Du bist jünger als 50 Jahre und dein Körper ist in Topform? Du bewegst dich an mindestens drei Tagen pro Woche 30 bis 50 Minuten lang, isst gesund und schläfst genug? Alles klar, dann ist Prävention für dich eigentlich bereits eine Selbstverständlichkeit. Andernfalls stünde die Frage im Raum: Wann willst du aktiv damit anfangen, gesund zu bleiben? Denn genau das besagt das Wort „Prävention“, das auf das lateinische Verb „praevenire“ zurückzuführen ist und „zuvorkommen“ bedeutet – und zwar Erkrankungen aller Art. Je früher du damit anfängst, desto besser.

Zur Prävention gehören also nicht nur Arztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen. Auch die kleinen Dinge des Alltags wie Sport, ein gesunder Umgang mit Stress und ausreichend Bewegung tragen dazu bei, deinen Körper langfristig fit zu halten.

Stärke deinen Körper, solange er fit ist

Prävention ist immer gut. Denn das vermeintliche Motto „Wenn man jung ist, verzeiht der Körper noch viele kleine Sünden“ ist ein Trugschluss. Auch in jungen Jahren ziehen schlechte Angewohnheiten den Körper in Mitleidenschaft. Dieser lässt die Folgen nur noch nicht erkennen. Darum nehmen viele Menschen fälschlicherweise an, es reiche, mit Prävention zu beginnen, wenn der Körper erste Symptome von Ermüdung zeigt. Besser, du wirst bereits in jüngeren Jahren für deine Gesundheit aktiv. Dann zahlt sich dein Einsatz gleich doppelt aus! Du gehst mit mehr Energie durch den Tag und bleibst auf Dauer länger fit.

Vorsorge auf allen Ebenen: die drei Formen der Prävention

  1. Die primäre Prävention kann Krankheiten verhindern. Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einige psychische Störungen [https://aok-erleben.de/diagnose-depression-warum-es-jeden-treffen-kann/] (z. B. Depression) können tatsächlich in vielen Fällen vermieden werden. Dagegen helfen gesunde Ernährung, sportliche Aktivität und eine gute Stressbewältigung. Auch Impfungen zum Beispiel gegen Masern und Windpocken gehören zur primären Prävention.
  2. Die sekundäre Prävention steht für die Früherkennung von Krankheiten. Bei vielen Krankheiten gilt: Je früher sie erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln und desto höher sind auch die Heilungschancen. Die ersten Präventionen dieser Art sind die Kinder- und Jugenduntersuchungen. Ab 18 Jahren kannst du bereits zum Gesundheitscheck-up gehen. Ab dem 34. Lebensjahr ist der Check-up für Erwachsene alle drei Jahre kostenfrei.
  3. Die tertiäre Prävention ist vorgesehen, wenn du erkranken oder einen Unfall haben solltest. Bei dieser Form von Prävention geht es darum, Krankheitsfolgen zu mildern sowie Rückfälle oder Verschlimmerungen zu vermeiden. Gerade bei einem Unfall kannst du von einer gesunden Lebensweise profitieren. Denn ein funktionstüchtiger Körper ist die beste Grundlage für Heilung.

Du tust was für deinen Körper – und er für dich

So viel ist klar: Dein Körper spiegelt das wider, was du ihm gibst und was du mit ihm unternimmst. Er ist sehr geduldig und kann vieles ausgleichen. Auch wenn du dich unausgewogen ernährst, wird er trotzdem versuchen, seine Funktionen aufrechtzuerhalten. Bewegst du dich zu wenig, wird er noch einige Zeit geschmeidig bleiben. Die Frage ist nur, wie lange er das kann. Prävention bedeutet also, mit dir so umzugehen, dass dein Körper immer gut arbeiten kann. Egal, wie alt du bist.

Schon früh den Spaß an Bewegung wecken

Der Nachwuchs in Deutschland hat übrigens generell Nachholbedarf in Sachen Prävention. Denn die AOK-Familienstudie 2018 hat gezeigt: Nur zehn Prozent aller Kinder bewegen sich in dem Maße, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nämlich eine Stunde am Tag. Und laut WHO reicht es aus, wenn Erwachsene sich dreimal 30 bis 50 Minuten pro Woche sportlich betätigen. Doch wer sich bereits als Kind zu wenig bewegt hat, der hat es oft auch schwerer, im Erwachsenenalter damit zu beginnen. Eltern tun ihren Kindern also einen großen Gefallen, ihnen schon in jungen Jahren einen gesunden Lebensstil mit auf den Weg zu geben.

Der Startschuss für deinen gesunden Lebensstil

Bist du entschlossen, mehr für deine Gesundheit zu tun? Dann bieten dir unsere kostenlosen AOK-Gesundheitskurse eine erstklassige Starthilfe. Hier bekommst du wertvolle Impulse rund um Ernährung, Bewegung und Entspannung. Willst du am liebsten gleich aktiv werden? Dann kannst du zum Beispiel mit dem Laufen beginnen oder mit Kardiotraining für dein Herz sorgen.

Wenn du mehr Entspannung in dein Leben bringen möchtest, solltest du unbedingt unser kostenloses AOK-Programm „Stress im Griff“ entdecken. Unsere Experten unterstützen dich auf deinem Weg hin zu mehr Gelassenheit und helfen dir, Stress in Alltagssituationen zu reduzieren.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.