Provitamine: Beta-Carotin und die zerstückelte Möhre
Mikronährstoffe/Vitamine

Provitamine: Beta-Carotin und die zerstückelte Möhre

Provitamine sind eine Vorstufe des Vitamins und als Inhaltsstoffe in unserer täglichen Nahrung enthalten. In unserem Körper werden die Provitamine in einem einfachen Mechanismus zu den eigentlichen Vitaminen aufgebaut. Dann werden sie von unserem Körper verwertet. Das bekannteste Beispiel ist Provitamin A oder auch Beta-Carotin genannt, das zu Vitamin A umgewandelt wird.

Beta-Carotin macht unser Gemüse und Obst schön bunt, nämlich rot, gelb und orange. Es gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist zum Beispiel in Paprika, Karotten und Aprikosen zu finden. Es ist sehr wichtig für unseren Körper, da es das Immunsystem stärkt und außerdem unsere Sehkraft fördert und unsere Zellen schützt.

In der Ernährung unverzichtbar

Beta-Carotin ist ein essenzieller Bestandteil unserer Ernährung, es kann nicht selbst von unserem Körper hergestellt werden, deshalb ist es wichtig, dass wir es mit der Nahrung aufnehmen. Es befindet sich in hoher Konzentration in rotem und orangefarbenem, aber auch in grünem Obst und Gemüse wie beispielsweise Karotte, Salat (Feldsalat), Spinat und Kürbis. Bereits 50 Gramm am Tag decken den Bedarf an Beta-Carotin und du bist ausreichend mit Vitamin A versorgt.

Wann fehlt Beta-Carotin in meinem Körper?

Trotz einer ausgewogenen Ernährung kann es sein, dass ein erhöhter Konsum sinnvoll ist. Der Grund dafür ist simpel: Beta-Carotin fungiert als „Antioxidans“. Es ist ein natürliches „Reinigungsmittel“ in unserem Körper und geht gegen Umweltgifte, Chemikalien, Nikotin und Alkohol vor. Bei vermehrter Aufnahme dieser Stoffe kann also ein zusätzlicher Bedarf an Vitamin A notwendig sein. Eine Extra-Portion, bestehend aus buntem knackigem Gemüse, liefert deinem Körper zusätzlich wertvolles Beta-Carotin und stärkt dein Immunsystem.

Die zerstückelte Möhre

Ja, du hast richtig gelesen – es geht nun um die Möhre, präzise, um die zerstückelte Möhre. Um das Rätsel aufzulösen: Es handelt sich hierbei um eine Studie schwedischer Wissenschaftler, in der die Beta-Carotin-Verfügbarkeit in Lebensmitteln gemessen wurde. Als Paradebeispiel gilt die Möhre. Es ist weit verbreitet, dass sie viel Provitamin A enthält. Isst du eine rohe Möhre, so werden aber nur etwa 3 % des enthaltenen Beta-Carotins auch zur Verarbeitung bereitgestellt. Zerstückelt man die Möhre nun ganz klein, kommt man schon auf sage und schreibe 21 %, durch weiteres Kochen der kleinen Stücke erhöht sich der Gehalt auf 27 % und zusammen mit Öl gekocht, stellt das Möhrchen dem Körper satte 39 % Beta-Carotin zur Verfügung.

Beta-Carotin und Vitamin A sind fettlöslich. Die Aufnahme wird also optimiert, wenn du entweder die Möhre mit etwas Fett zubereitest oder mit anderen fetthaltigen Lebensmitteln wie z. B. einem Butterbrot servierst.

Wenn du nun Anregungen für ein leckeres Möhrenrezept suchst, dann schau mal hier.

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