Rheumaschübe verringern: Arachidonsäure reduzieren?
Warnsignale

Rheumaschübe verringern: Arachidonsäure reduzieren?

Rheuma: eine Diagnose – viele Gesichter. Laut der Rheuma-Liga, der größten deutschen Selbsthilfeorganisation in diesem Bereich, gibt es mehr als 400 Krankheitsbilder, die sich hinter dieser Autoimmunkrankheit verbergen. Dabei können verschiedene Organsysteme und Gewebestrukturen betroffen sein. Ging man früher davon aus, dass Rheuma eine Alterserkrankung ist, erhalten heute vermehrt auch junge Menschen diese Diagnose. Heilbar ist die Erkrankung derzeit nicht, aber die Entzündung kann gehemmt werden. Neben einer medikamentösen Behandlung scheint dabei ein wesentlicher Schlüssel die Ernährung zu sein.

Die Rolle der Arachidonsäure

Wichtig ist es, bei gesicherter Diagnose akute Entzündungsschübe zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Dies geschieht in erster Linie medikamentös und kann durch einen aktiven Lebensstil unterstützt werden. Außerdem kannst du durch die Verringerung von Arachidonsäure in deinem Speiseplan zu einer Linderung der Symptome beitragen.

Arachidonsäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die in den meisten tierischen Erzeugnissen vorkommt und die der Mensch aufnehmen muss – allerdings nur in kleinen Mengen –, um die Muskelmasse zu erhalten. Größere Mengen gelten als entzündungsfördernd und sollten daher vermieden werden.

Ernährung bei Rheuma

Besonders hohe Mengen sind vor allem in Schweineschmalz, Leberwurst und Wurstwaren zu finden, grundsätzlich in Fleisch und Innereien wie Leber und Hirn, aber auch in fetten Käsesorten und Eiern.

Entzündungshemmend hingegen wirken Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Linolsäure und Eicosapentaensäure (EPA), die in fetten Seefischen und pflanzlichen Fetten enthalten sind. Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide enthalten keine Arachidonsäure und sind damit ebenfalls empfehlenswert.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, gesunden Fetten und Seefisch kann dir also helfen, deine Beschwerden ein wenig zu lindern.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du auf der Webseite der deutschen Gesellschaft für Ernährung.