Schluss mit kalten Füßen: Das kannst du tun
Körperwissen

Schluss mit kalten Füßen: Das kannst du tun

Ob auf langen Spaziergängen, beim Skifahren oder auf dem Weihnachtsmarkt – wenn unsere Füße schön warm sind, fühlen wir uns wohl. Doch bestimmt kennst du auch das ungemütliche Gefühl kalter Zehen und frostiger Füße. Das kann einem ordentlich den Spaß rauben. Wir werden unruhig und wollen so schnell wie möglich ins Warme. Frauen leiden darunter übrigens häufiger als Männer, weil sie weniger wärmende Muskelmasse haben. Unsere praktischen Tipps helfen dir, kalten Füßen im Alltag ein Ende zu setzen.

Wärmetransport im Körper – Hände und Füße bleiben außen vor

Warum bekommen wir eigentlich kalte Füße? Dein Blut hat unter anderem die Aufgabe, die Wärme bis in jedes einzelne Körperteil zu transportieren. Wenn um dich herum die Temperaturen fallen, konzentriert sich dein Körper zuerst darauf, Kopf, Brust und Bauch warmzuhalten. Denn hier liegen deine lebenswichtigen Organe wie Gehirn, Herz und Lunge. Wenn sich die Gefäße in den peripheren Körperteilen verengen, fließt weniger Blut durch Hände, Füße, Nase und Ohren – sie fühlen sich kalt an. Indem du deine kälteempfindlichen Partien bei niedrigen Temperaturen besonders gut einpackst, kannst du den Wärmehaushalt deines Körpers unterstützen.

Gut gerüstet für die Kälte – dicke Socken, passende Schuhe

Viele Gründe für kalte Füße liegen sehr nahe: Zu dünne Socken oder leichte Schuhe sind keine guten Begleiter für die kalte Jahreszeit. Wenn die Socken zudem noch feucht oder sogar nass sind, frieren wir umso mehr. Die Feuchtigkeit verdunstet allmählich auf der Haut und entzieht ihr dabei die Wärme. Auch wenn die Schuhe zu eng sind, können deine Füße abkühlen. Enganliegende Kleidung kann die Blutgefäße zusammendrücken. So werden die Füße noch schlechter durchblutet und du frierst.

Kalte Füße – ein Anzeichen für Krankheiten?

Hast du nicht nur im Winter, sondern auch bei milden Temperaturen ständig kalte Füße? Das kann harmlose Ursachen haben. Manchmal ist es aber auch ein Hinweis auf eine ernst zu nehmende Durchblutungsstörung. Dein Blut gelangt dann nicht mehr so gut in deine Extremitäten, sodass sich diese weniger aufwärmen. Kalte Füße können ein Symptom für folgende Erkrankungen sein:

  • zu niedriger Blutdruck
  • Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) – darunter leiden besonders Raucher
  • Diabetes, wenn es bereits zu Schädigungen an den Füßen gekommen ist
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Raynaud-Syndrom, eine Blutleere in erster Linie in Händen und Füßen
  • Autoimmunerkrankungen

Wenn du chronisch an kalten Füßen leidest, Schmerzen hast oder bei Kälte auffallend weiße Finger oder Zehen bekommst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen und deinen Zustand abklären lassen.

Was hilft? Tipps und Tricks gegen kalte Füße

Kalten Füßen wirkst du oft am besten mit allem entgegen, was dein Herz-Kreislauf-System aktiviert und die Blutzirkulation verbessert. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Bewegung. Deine Gefäße schützt du außerdem mit gesunder Ernährung. Grüner Tee und Beeren sind zum Beispiel reich an Antioxidantien, die zum Zellschutz beitragen und so auch deine Gefäße in Schuss halten. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für eine gute Durchblutung.

Auch drinnen wollen es deine Füße gemütlich haben

Nicht nur wenn du draußen unterwegs bist, solltest du dicke Socken und das passende Schuhwerk tragen. Auch drinnen ist es ratsam, nicht barfuß oder nur mit leichten Socken zu laufen. Wollsocken und gut gefütterte Hausschuhe halten deine Füße warm. Achte darauf, dass deine Fußbekleidung möglichst aus atmungsaktiven Stoffen besteht. Materialien wie Polyester können dich zwar warmhalten, bringen dich jedoch auch leichter ins Schwitzen. An den Füßen ist das schnell unangenehm, insbesondere wenn die Feuchtigkeit deine Füße wieder abkühlt.

Warmes Wasser – eine besondere Wohltat

Kommst du gerade von draußen und deine Füße sind eiskalt? Dann ist ein warmes Fußbad eine herrliche Wohltat! Achte jedoch darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Ein zu schneller Wechsel zwischen kalt und heiß kann Schmerzen verursachen und die Haut irritieren. Beginne lieber mit lauwarmem Wasser und gib immer wieder heißes Wasser hinzu, bis sich die Temperatur für dich angenehm anfühlt. Ergänzen kannst du dein Fußbad auch mit Badezusätzen wie Ingwer, Lavendel- oder Teebaumöl. Frierst du besonders abends im Bett an den Füßen? Dann hilft es, zehn Minuten vor dem Schlafengehen eine Wärmflasche ans Fußende zu legen.

Gymnastik und Massagen für wohlig warme Füße

Mit kleinen Bewegungsübungen kannst du die Durchblutung deiner Füße im Alltag anregen. Wippe mit deinen Füßen abwechselnd zwischen Fersen- und Fußballenstand hin und her. Du setzt im Sitzen also erst die Fersen ab und hebst die Fußballen an. Anschließend setzt du die Fußballen ab und hebst deine Fersen an. Nach etwa 30 Wiederholungen sollten sich deine Füße langsam aufwärmen. Auch deine Zehen kannst du mit einer Übung warmhalten. Dazu umfasst du deine Zehen mit den Fingern und beugst sie sanft in Richtung des Fußballens. Mit deinen Zehen drückst du nun etwa zehnmal sanft gegen den Widerstand deiner Hände an.

Entdecke unbedingt auch die tolle Wirkung sanfter Fußmassagen! Diese fördern ebenfalls die Durchblutung. Wenn du gerade kein Massagebrett oder keinen Massageball zur Hand hast, kannst du dich auch wunderbar von deinem Partner mit einer Fußmassage verwöhnen lassen.

Suchst du nach weiteren Tipps für ein schönes Wärmegefühl an kalten Tagen? Dann entdecke unsere Artikel rund um heilsamen Tee, alkoholfreien Glühweinpunsch und leckere Wohlfühlsuppen. Außerdem kannst du beim Baden in Hessens schönsten Thermalbädern entspannen und Wärme tanken.

Gute Gesundheit und warme Füße wünscht deine AOK Hessen.

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