Schwimmen: Darum solltest du es können
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Schwimmen: Darum solltest du es können

Hilfe! Immer weniger Deutsche können schwimmen. Der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.) schlägt Alarm: Laut einer Umfrage sind ca. 50 % der Erwachsenen unsicher im Wasser und mehr als die Hälfte aller zehnjährigen Kinder Nichtschwimmer. Dabei ist Schwimmen nicht nur eine gesunde Sportart, sondern kann auch überlebenswichtig werden.

Wenn der Badespaß zum Albtraum wird

An warmen Sommertagen treibt es einen Großteil der Deutschen in die Nähe vom kühlen Nass. Doch auch wenn das Baden im Nichtschwimmerbereich ungefährlich erscheint, ist es nicht zu unterschätzen. Während im Hallen- oder Freibad ein Bademeister das Geschehen überwacht und im Notfall einspringen kann, gibt es an Seen oft Bereiche ohne Rettungsdienst. Oft reicht schon ein Schritt auf einem Boden, der auf einmal steil abfällt, um die Kontrolle über die Situation zu verlieren.

Wer nicht schwimmen kann, hat außerdem oft Angst vor unbekannten Gewässern. Wird das Wasser in der Tiefe plötzlich kälter oder berührt der Fuß eine glitschige Alge, verfallen manche Nichtschwimmer in Panik, die zusätzliche Gefahren birgt und ihnen oft zum Verhängnis wird. Aber auch in vermeintlich sicheren Badestätten wie dem Hallen- oder Freibad kann schnell ein Unfall passieren. Gerade an Tagen, an denen viel Betrieb herrscht, solltest du dich nicht darauf verlassen, dass der Rettungsdienst dich im Ernstfall sofort in der Menge entdeckt. Es ist also umso wichtiger, dass du in der Lage bist, dich selbst über Wasser zu halten.

Leben retten

In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Grundschüler Schwimmunterricht bekommen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass sie auch schwimmen können. Oft fällt der Schwimmunterricht aus und viele Kinder kommen nicht über das Seepferdchen-Abzeichen hinaus. Dieses ist das erste zu erreichende Schwimmabzeichen. Danach folgen Bronze, Silber und Gold. Das Seepferdchen bestätigt aber keinesfalls die Schwimmfähigkeit des Kindes, sondern nur, dass es in der Lage ist, sich für eine kurze Zeit über Wasser zu halten. Erst ab dem Bronze-Abzeichen gilt es als schwimmfähig. Deshalb solltest du dein Kind immer im Auge behalten, selbst wenn es eigentlich schwimmen kann.

Um gemeinsam mit deinem Kind zu üben und es im Schwimmen sicherer zu machen, solltest du selbst schwimmen können. Weiterhin solltest du nicht unterschätzen, wie schnell es zu einem Badeunfall kommen kann: Ihr spielt in der Nähe eines Sees oder Teiches Ball, dieser landet im Wasser und das Kind rennt hinterher oder es fällt beim Spielen ins Wasser. In solchen Fällen ist es lebensrettend, wenn du schwimmen kannst.

Schwimmen ist gesund

Es gibt aber noch weitere Gründe, die dafürsprechen, das Schwimmen auch im Erwachsenenalter zu lernen. Schwimmen ist wie Fahrradfahren: Einmal gelernt, bleibt dir diese Fähigkeit erhalten und dein Körper erinnert sich schnell wieder an die Bewegungen.

Es ist außerdem etwas für jedes Alter und jeden körperlichen Zustand. Im Wasser verteilt sich unser Gewicht anders, weshalb Schwimmen eine geeignete Sportart für übergewichtige Menschen ist, die langsam wieder in Bewegung kommen wollen. Auch bei Verletzungen ist Bewegung im Wasser besonders schonend.

Vielfältige Sportart

Auch wenn der Schritt dir vielleicht unangenehm erscheint: Es ist rein gar nichts peinlich daran, als Erwachsener Schwimmunterricht zu nehmen. Es gibt nicht umsonst viele Angebote und Schwimmkurse für Erwachsene.

Und wenn du einmal Bekanntschaft mit dem Wasser gemacht hast, wirst du sehen, wie vielfältig diese Welt ist: Von Wasserball bis zu Wassergymnastik gibt es unzählige Sportarten, die du ausprobieren kannst.

Du suchst nach weiteren Möglichkeiten, um dich mehr zu bewegen? In diesem Artikel findest du tolle Tipps, um dich im Alltag fit zu halten.

Viel Spaß wünscht deine AOK Hessen.

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