Selen und Jod zur Prävention von Schilddrüsenerkrankungen
Supplementation

Selen und Jod zur Prävention von Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ unseres Körpers. Sie beeinflusst Körperfunktionen wie den Stoffwechsel, die Muskelaktivität, das Wachstum und das Nervensystem. Erkrankungen der Schilddrüse können deshalb schwerwiegende Folgen haben und unseren gesamten Körper beeinträchtigen. Wie sich Jod- und Selenmangel auf die Schilddrüse auswirken können und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Wieviel Jod und Selen braucht mein Körper?

Jod und Selen sind Spurenelemente, die die Hormonbildung (Jod) und -umwandlung (Selen) in der Schilddrüse unterstützen.

Du benötigst je nach Geschlecht am Tag zwischen 60 und 70 µg (Mikrogramm) Selen und je nach Alter zwischen 180 und 200 µg Jod, bei Schwangeren sind es 230 µg und bei Stillenden sogar 260 µg.

Die Spurenelemente sind in bestimmten Lebensmitteln zu finden: Meerestiere wie Lachs, Garnelen oder Kabeljau, aber auch Algen enthalten verhältnismäßig große Mengen an Jod. Wer den meerestypischen Geschmack nicht mag, kann für die Jodversorgung auf Käse, Milch oder Eier sowie mit Jod angereichertes Brot zurückgreifen. Vor allem Jodsalz ist eine wichtige Quelle für den Mineralstoffhaushalt.

Um deinen Selenbedarf abzudecken, sind Paranüsse nicht zu übertreffen. Schon vier Gramm würden den Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes decken. Fleisch, besonders Lammfleisch, Eier, andere Nüsse und Sonnenblumenkerne enthalten ebenfalls relativ viel Selen.

Du kannst auch ergänzend Jod- oder Selenpräparate einnehmen, dies solltest du aber mit deinem Arzt abklären.

Wie erkenne ich Jod-/Selenmangel?

Bei einem extremen Jod- oder Selenmangel bildet die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone und ist so in ihrer Funktion beeinträchtigt. Hierbei spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion. Die körperlichen Folgen sind vielseitig: Es können Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Depressionen, Unfruchtbarkeit, Blässe und vieles mehr auftreten.

Um den Jodmangel zu kompensieren, kann es auch zu einer Vergrößerung der Schilddrüse und Kropfbildung (Struma) kommen. Da die Symptome aber oft nicht eindeutig auf einen Jod- und Selenmangel zurückzuführen sind, solltest du dich im Verdachtsfall an einen Arzt wenden. Er wird feststellen, ob du den Mangel durch die entsprechende Ernährung ausgleichen kannst oder ob du zusätzlich Schilddrüsenhormone einnehmen solltest.

Vorsicht: Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion sollten zurückhaltend mit Jod sein.

Erkrankungen der Schilddrüse sind auch von erblichen Faktoren und Umwelteinflüssen wie Stress, Infektionen, Röntgenstrahlen oder auch Umweltgiften abhängig.

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