Self-Tracking: neuer Trend
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Self-Tracking: neuer Trend

Sicherlich hast du schon von dem neuen Trend der Selbstvermessung gehört, wo vor allem digital alle möglichen Eigenschaften des Körpers erfasst und ausgewertet werden. Beim „Self-Tracking“ (zu Deutsch „Selbstbeobachtung“ oder „Selbstkontrolle“) geht es darum, sein eigenes Handeln verfolgen zu können und dabei zu neuen Erkenntnissen über sich selbst zu gelangen, um sich in Sachen Gesundheit und Fitness zu verbessern. So landen deine gesundheitlichen Daten auf dem Smartphone, um dir zu zeigen, wie viel Sport du gemacht hast, wie schnell dein Herz schlägt und sogar wie gut du geschlafen hast.

Dem eigenen Körper auf der Spur

Die Werte, die am häufigsten gemessen werden, sind Körpertemperatur, Puls- und Herzfrequenz, Blutdruck und Blutzucker. Das Ziel hierbei kann die Verbesserung der körperlichen Gesundheit oder auch Fitnessmotivation und dadurch Fortschritt im sportlichen Training sein.

Das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn beispielsweise Diabetiker ihre Essgewohnheiten dokumentieren und ihre Zuckerwerte abrufen können, aber es ersetzt natürlich keinesfalls den Arzt! Oder wenn Läufer ihre Zeiten messen, die sie dann mit anderen teilen können. Auch Menschen, die unter psychischen Problemen leiden, wie beispielsweise Stress oder Angst, können anhand der Daten sehen, in welchen Momenten sie einen erhöhten Puls haben, und damit stressvolle Situationen meiden oder verbessern.

Möglichkeiten und Risiken

Das sind nur einige der vielen Möglichkeiten, wofür man Self-Tracking nutzen kann. Über Sensoren kommen die Fitnessarmbänder und Uhren an deine Daten und zeigen dir die Auswertung an.

Allein im App Store gibt es mittlerweile zahlreiche Apps zur Selbstvermessung. Aber nicht nur da hat man die volle Auswahl. Auch in Sachen Smartwatches und anderen Wearables bietet der Markt enorm viel. Die Preise schwanken zwischen 10 bis über 1000 Euro, je nach Modell und verfügbaren Funktionen.

Hat man so ein Gerät, stellt sich natürlich die Frage zum Datenschutz und anderen Risiken, die durch die Benutzung auftreten können. Kritisch wäre, wenn deine Werte an Dritte gelangen, die dann davon profitieren könnten. Insbesondere deswegen, weil die Anonymisierung der Daten nicht möglich wäre und dadurch nachvollzogen werden könnte, zu wem sie gehören. Zudem gibt es durch die unkontrollierte Befüllung des Marktes kaum sichere Qualitätskontrollen, sodass mangelnde Qualität von Produkten und Fehlinterpretationen von erhobenen Daten vorkommen können.

Unsinnig oder hilfreich?

Problematisch ist auch, dass Menschen, die eher wenig Ahnung von medizinischen Tatsachen haben, Gefahr laufen könnten, falsche Selbstdiagnosen zu stellen.

Am Ende fehlen schlichtweg wissenschaftliche Belege, ob das Self-Tracking Vorteile für die eigene Gesundheit bringt oder ob es bloß technische Spielerei ist. Unterm Strich jedoch wird sich auch dieser Bereich technisch weiterentwickeln, und was zumindest bleibt, ist ein gewisses Maß an Selbstmotivation. Das ist auch schon mal was, finden wir.

Weitere Informationen für einen bewussteren Umgang mit deinem Körper und andere spannende Gesundheitsthemen findest du in unserer Kategorie Sport & Fitness.