So schmeckt Weihnachten: Was du über Zimt wissen solltest
Gewürze

So schmeckt Weihnachten: Was du über Zimt wissen solltest

Schmeckt Zimt für dich auch nach Weihnachten? Kein Wunder, denn zu dieser Jahreszeit treffen wir überall auf das Gewürz. Zimt steckt in Lebkuchen, in den leckeren Weihnachtsplätzchen, verfeinert viele Süßspeisen und kann selbst Kaffee und Glühwein eine besondere Note verleihen. Allerdings ist Zimt etwas in Verruf geraten. Ist er nun förderlich oder schädlich für die Gesundheit?

Zimt – ein Gewürz mit heilsamer Wirkung?

Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Schon die Griechen und Ägypter fertigten aus dem Gewürz Salben und Öle an. Auch in China kommt Zimt seit mehr als 4.000 Jahren als Heilmittel zum Einsatz. Doch wie steht es wirklich um die heilsame Wirkung von Zimt? Fest steht: Zimt hat eine appetitfördernde Wirkung und regt die Darmtätigkeit an. So kann er bei Verdauungsproblemen helfen. Seine ätherischen Öle verleihen dem Gewürz zudem eine desinfizierende Wirkung.

Außerdem soll er den Blutzuckerspiegel senken. Ob er jedoch bei Typ-2-Diabetes helfen kann, ist bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen.

Ceylon oder Cassia? Zimt ist nicht gleich Zimt!

Ob Zimt die Gesundheit fördert oder ihr schadet, hängt insbesondere von seinem Kumarin-Gehalt ab. Das ist ein Aromastoff, der in höheren Mengen leberschädlich sein kann. Der preisgünstige Cassia-Zimt ist besonders kumarinhaltig und wird häufig in gemahlener Form verkauft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, täglich nicht mehr als 0,1 Milligramm Kumarin pro Kilo Körpergewicht zu sich zu nehmen. Für Kleinkinder bedeutet dies konkret, dass sie nicht mehr als sechs Zimtsterne oder 100 Gramm Lebkuchen pro Tag essen sollten. Die deutlich gesündere und edlere Alternative ist Ceylon-Zimt. Er enthält, wenn überhaupt, nur geringe Spuren von Kumarin.

Die Hersteller von Zimt sind nicht verpflichtet, auf der Verpackung anzugeben, um welche Sorte es sich handelt. Ceylon und Cassia lassen sich als Zimtstangen jedoch optisch gut voneinander unterscheiden. Die Ceylon-Stangen sehen aus wie kleine Zigarren. Sie bestehen aus mehreren feinen Lagen, die geschichtet sind. Cassia-Zimtstangen bestehen hingegen aus einer einzigen, dicken gerollten Lage. Ist der Zimt gemahlen, lassen sich beide Sorten mit bloßem Auge nicht unterscheiden. Dann kann das Herkunftsland Aufschluss geben. Der hochwertige Ceylon-Zimt stammt vorwiegend aus Sri Lanka und Madagaskar, Cassia-Zimt hingegen in erster Linie aus China und Indonesien. Ceylon-Zimt findest du insbesondere in Gewürzläden und Reformhäusern. Doch auch im gut ausgestatteten lokalen Supermarkt kannst du ihn erwerben.

Rezepttipp: Honig-Zimt-Wasser

Zimt und Honig bilden eine starke und vor allem köstliche Kombination, die den Stoffwechsel anregt, die natürlichen Abwehrkräfte stärkt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Wenn du beide als Heilmittel verwenden möchtest, solltest du beim Einkauf der Zutaten besonderen Wert auf hohe Qualität legen. Greife also möglichst nicht zur billigsten Variante, sondern achte auf Qualitätsmerkmale wie biologischen Anbau. Beim Zimt solltest du in jedem Fall auf Ceylon-Zimt zurückgreifen und ihn jederzeit luftdicht, trocken und im Dunkeln lagern. So behält er sein Aroma.

Für das gesunde Honig-Zimt-Wasser bringst du erst eine Tasse Wasser zum Kochen und gibst einen halben Teelöffel Zimt hinzu. Ist die Mischung auf etwa 40 Grad abgekühlt, rührst du einen Teelöffel Honig unter. Fertig!

Mit Zimt kannst du auch auf viele weitere Arten kochen und backen. Hast du schon unser Rezept für Zimtkringel ausprobiert?

Interessierst du dich dafür, wie weitere Gewürze deine Gesundheit fördern können? Dann entdecke unbedingt auch unsere kleine Gewürzkunde rund um Kardamom und Thymian. Eine volle Übersicht zahlreicher Gewürze mit ihrer Wirkung für deine Gesundheit findest du auf unserem praktischen Gewürzposter. In unseren vielfältigen AOK-Kursen rund um deine Gesundheit erhältst du außerdem zahlreiche weitere Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.

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