Stand-up Paddling: So funktioniert es
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Stand-up Paddling: So funktioniert es

Wenn Sie derzeit Entspannung und Ruhe auf dem Wasser suchen, um die Gedanken schweifen zu lassen und die Nähe zur Natur zu genießen, kommen Sie am neuesten Freizeittrend nicht vorbei: Stand-up Paddling ist auf Deutschlands Flüssen und Seen ganz weit vorne.

Geschichte

Die Idee des Stehpaddelns gibt es schon seit Jahrzehnten. Ursprünglich waren es polynesische Fischer, die in ihren Kanus stehend aufs Meer vor Tahiti hinausfuhren. In Hawaii wurde es ab dem 20. Jahrhundert von Surflehrern genutzt, um schneller zu den Riffs zu kommen. Hier brachen sich die großen Wellen. Außerdem konnte man vom Board aus die Schüler besser im Auge behalten. Vor zehn Jahren wurde die Technik von verschiedenen Profi-Surfern neu entdeckt und erst jetzt zu einer richtigen Sportart. Besonders in den USA und Australien wurde Stehpaddeln zum neuen Trendsport und kam dann mit einigen Jahren Verspätung nach Europa, wo es sich auch recht zügig verbreitete.

Was am Trend dran ist

Sie benötigen eigentlich nur ein Board und ein langes Stechpaddel, und schon kann es losgehen. Wenn Sie Ihr Gleichgewicht im Griff haben, dürften Sie keine Probleme haben, recht schnell dieser Sportart zu erliegen. Besonders schön ist hierbei der Perspektivenwechsel. Wo Sie beim Surfen ständig im Kampf mit Wind und Wellen hoch konzentriert Ihren Blick auf Segel und Wasser lenken, können Sie hier entspannt die Umgebung genießen und sich an den schönen Dingen im und am Wasser erfreuen. Stand-up Paddling ist erfrischend stressfrei. Und es ist ganz einfach: hüftbreiter Stand, die Knie leicht gebeugt und das Paddel ins Wasser halten. Meist finden Sie schon nach wenigen Minuten einen sicheren Stand und können sich prima mit den ersten Paddelbewegungen fortbewegen.
Dennoch ist es empfehlenswert, sich das Ganze erst einmal erklären zu lassen, denn Paddeln ist nicht gleich Paddeln! Mit der richtigen Technik können Sie sich recht einfach zügig fortbewegen.Sie sollten allerdings ein guter Schwimmer sein, denn hier und da müssen Sie mit ungeplanten Badeeinheiten rechnen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, tragen Sie einfach eine Schwimmweste. Pflicht ist diese aber nicht.
Was ganz wichtig ist: Auch auf dem Wasser gibt es Verkehrsregeln. Diese sollten Sie kennen und beherrschen, bevor Sie sich auf Tour begeben!

Gutes Training für Muskeln und Gleichgewicht

Stand-up Paddling spricht nahezu alle Muskelgruppen an, denn das ständige Balancetraining erfordert eine Grundspannung von Kopf bis Fuß und verbessert so Ihr Gleichgewicht. Balance, Konzentration aber auch Entspannung sind wichtig, um nicht vom Brett zu kippen.
Allerdings sind die Bretter für das Stand-up Paddling nicht so wackelig wie ein normales Surfbrett. Sie sind deutlich länger, breiter und auch dicker. Durch mehr Auftrieb und eine geringere Kippneigung geben die Bretter auch Anfängern ein sichereres Gefühl. Anfänger tun jedoch gut daran, erst ein paar Runden im ruhigen Gewässer zu drehen, denn so mancher Fluss oder See kann eine starke Strömung haben, die Sie nicht unterschätzen sollten.

Die Ausrüstung

Wenn Sie diese Sportart erst einmal ausprobieren möchten, können Sie sich die Ausrüstung ausleihen. In den bekannten Wassersportgebieten sollte sich problemlos ein Verleih finden lassen. Meist können Sie sich dort die nötigen Grundlagen bereits vermitteln lassen. Möchten Sie diesen Sport regelmäßig ausüben, können Sie auch in eine eigene Ausrüstung investieren. Allerdings sollten Sie dann die Kosten von rund 1.000 Euro nicht scheuen, denn Sie benötigen ein Brett, eine Finne, ein gutes Paddel und geeignete Neoprenkleidung, wenn Sie sich nicht auf die warmen Sommertage beschränken wollen.

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