Superfood Quinoa – glutenfreier Allrounder
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Superfood Quinoa – glutenfreier Allrounder

Quinoa haftet etwas Mystisches an, was nicht zuletzt der Herkunft geschuldet ist: Das Getreide stammt aus Südamerika und erfreute sich schon bei den Inkas großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn Quinoa überzeugt mit einem sehr hohen Proteingehalt und ist reich an wertvollen Nährstoffen. Da Quinoa nur einen dezenten Eigengeschmack hat, lassen sich die kleinen Körner wunderbar kombinieren. Oh, und haben wir schon erwähnt, dass Quinoa glutenfrei ist.

Quinoa: reich an Protein und Aminosäuren

Quinoa kommt mit 12,5 Gramm Protein pro 100 Gramm (ungekocht) daher – für eine pflanzliche Quelle ganz schön beachtlich! Das macht das Pseudogetreide zu einer gesunden Eiweißquelle für Veganer und Vegetarier. Zudem hat Quinoa eine Besonderheit: Anders als viele pflanzlichen Proteinquellen besteht sie aus allen acht essenziellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Damit hat Quinoa eine hohe biologische Wertigkeit. Das bedeutet, dass der Körper die Proteine leicht aufnehmen und besonders gut verstoffwechseln kann – ein Vorteil, denn pflanzliche Proteinquellen haben sonst im Vergleich zu tierischen oft das Nachsehen.

Quinoa: frei von Gluten, reich an Nährstoffen

Neben dem hohen Proteingehalt ist Quinoa reich an Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, Magnesium, Kalzium und Eisen, das dazu beiträgt, Sauerstoff im Blut zu transportieren. Außerdem ist Quinoa glutenfrei und damit ein idealer Ersatz für Getreide. Das ist besonders für Menschen, die an Zöliakie leiden, eine wichtige Information.

Quinoa: vielfältige Zubereitung

Quinoa hat von Natur aus nur einen sehr milden, leicht nussigen Eigengeschmack. Wenn du glutenfrei backen möchtest, ist das von großem Vorteil, denn gemahlen kann die glutenfreie Quinoa andere Mehlsorten gut ersetzen – sogar im Waffelteig! Zum Manko kann der dezente Eigengeschmack jedoch bei Gerichten werden, wo Quinoa als ungemahlenes Korn zum Einsatz kommt – zum Beispiel als Reisersatz. Für ordentlich Pepp und Geschmack sorgt dann eine Soße oder eine kräftige Gewürzmischung.

Hattest du bisher noch keine Möglichkeit, Quinoa selbst zu probieren? Dann bietet dir unser Rezepttipp Fenchel mit roter Quinoa die ideale Gelegenheit dazu.

Quinoa-Müsli – der proteinreiche Start in den Tag

Quinoa kann nicht nur herzhaft! Auch im Müsli machen die Körner eine gute Figur. Damit sie dafür weich genug sind, kannst du sie wie Haferschleim in Milch kochen. Alternativ garst du am Vorabend 100 Gramm Quinoa für etwa 15 Minuten in doppelter Menge Wasser, stellst sie über Nacht trocken und servierst sie mit Milch und Obst zum Frühstück. Wahlweise kannst du noch Rosinen, Zimt, Kakao oder Honig hinzugeben.

Bitte beachte: Bei der Zubereitung von Quinoa ist es wichtig, dass du das Getreide vor der Verwendung unter laufendem Wasser so lange abspülst, bis das Wasser klar bleibt. Dadurch entfernst du mögliche Bitterstoffe, die noch an der Schale haften.

Heimische Alternative zu Quinoa: die Hirse

Die weltweite Nachfrage nach Quinoa hat sich in den letzten Jahren verdreifacht. Das führt dazu, dass in manchen Anbauregionen Südamerikas das ökologische Gleichgewicht gefährdet ist. Um sicherzugehen, dass deine Quinoa auch weiterhin nachhaltig angebaut wird, solltest du möglichst Fairtrade-Ware bevorzugen. Zu dem Superfood aus Übersee gibt es übrigens eine heimische Alternative: die Hirse. Mit Blick auf die Nährwerte liegt Hirse mit Quinoa gleichauf und ist ebenfalls glutenfrei. Darüber hinaus ist sie günstiger im Preis, kommt allerdings auch mit einem anderen Geschmack daher und eignet sich besser zur Verwendung in Salaten.

In unserem Artikel über heimische Superfoods stellen wir dir auch die Hirse genauer vor. Außerdem präsentieren wir dir in unserer Grafik heimische und exotische Superfoods im direkten Vergleich.

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Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.