Toastbrot, Marmelade & Co.: Vorsicht vor der Frühstücksfalle!
Rezepte/Trends/Infos

Toastbrot, Marmelade & Co.: Vorsicht vor der Frühstücksfalle!

Morgens schnell was auf die Hand und ab zur Arbeit. Meist gibt’s ein süßes Teilchen von der Bäckerei oder ein Toastbrot mit Marmelade oder Schokocreme. Schmeckt zwar gut, tut aber nicht gut. Denn bereits nach wenigen Stunden ist das Hungergefühl wieder da. Das ist kein Wunder, denn diese „Frühstücksklassiker“ beinhalten Energie, die wir nur kurzfristig nutzen können. Was dahintersteckt, haben wir uns angesehen.

Neue Energie nötig

Nach der nächtlichen Fastenzeit muss dein Körper „seinen Akku wieder aufladen“. Dafür benötigt er neue Energie, die er aus Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett bezieht. Mit süßen Teigwaren, Weißmehlprodukten oder Süßigkeiten führst du deinem Körper schnell Energie zu. Da diese Snacks allerdings meist aus Kohlenhydraten in Form von Einfachzuckern bestehen, baut dein Körper sie genauso schnell wieder ab. Das hat zur Folge, dass der Blutzuckerspiegel rasant fällt – und du dich ganz und gar nicht mehr energiegeladen fühlst. Stattdessen bekommst du schnell wieder Hunger, weil du keine natürlichen Kohlenhydrate (Mehrfachzucker) sowie Vitamine, Mineralstoffe und vor allem Ballaststoffe zu dir genommen hast. Heißhungerattacken sind dadurch programmiert.

Die fatalsten Frühstücksfallen im Überblick

Toastbrot: Es ist herrlich kross, besteht aber aus Weißmehl. Das ist ausgemahlenes Mehl, dem die wertvollen Randschichten, in denen die Ballaststoffe des Korns stecken, entzogen wurden. Daher enthält es praktisch keine Nährstoffe mehr. Außerdem wird Zucker zugesetzt.

Mischbrot: Es besteht aus einem Gemisch aus Weizen- und einem anderen, meist Roggenmehl. Da Brot mit dunkler Farbe „gesünder“ wirkt, werden ihm zuckerhaltige Farbstoffe zugesetzt. Auch hier ist das Mehl oft so verarbeitet, dass es keine ballaststoffreichen Schichten enthält. Ein Blick auf die Zutatenliste verschafft Gewissheit.

Nussnugatcreme: Nüsse sind gesund, denn sie enthalten viele gesunde Fette. Aber der beliebten Creme werden außer viel Zucker und Milcheiweiß oft auch billige Fette – bis hin zu Rohöl – zugesetzt. Das macht die Creme nicht nur zu einer Kalorienbombe, sondern auch ungesund.

Marmelade: Obst ist gesund. Daher ist an gelegentlich gekochtem Obst in Form von Marmelade auch nichts auszusetzen. Allerdings kommt es dabei auf den Zuckeranteil an. Und der liegt bei herkömmlichem Fruchtaufstrich oft bei bis zu 60 %.

Frühstückscerealien: Frühstücksflocken und Trockenfrüchte sind zwar bekömmlich, doch die verarbeiteten und oft bunten Kringel und Popps enthalten kaum noch die gesunden Faserschichten des Korns. Stattdessen sind sie mit Zucker ummantelt. Besser sind Haferflocken in allen möglichen Versionen.

Finde das Frühstück, das zu dir passt

Was unser Körper wirklich braucht, sind gesunde und leckere Alternativen und eine ausgewogene Mischung unterschiedlicher Produkte. Unsere AOK-Ernährungsexperten raten zu drei Lebensmittelkategorien: Vollkornprodukte (Brot, Müsli), Milchprodukte (Milch, Joghurt, Quark) sowie Gemüse und Obst – gerne auch mal als Smoothie, Fruit Bowl oder Granola angerichtet. Wir haben ganz aktuelle Varianten für dich zusammengetragen.

Einen guten Start in den Tag wünscht deine AOK Hessen!