Traglinge: warum Sie Ihr Baby tragen sollten
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Traglinge: warum Sie Ihr Baby tragen sollten

Immer mehr junge Eltern entdecken hierzulande das Tragen ihres Babys wieder. Mama oder Papa tragen ihr Kind mit Hilfe eines Tuchs oder einer Tragehilfe vor dem Bauch oder auf dem Rücken. Babys und Kleinkinder nah am Körper zu tragen, ist keine Mode, ganz im Gegenteil: Diese Praxis ist so alt wie die Menschheit. Das Tragen des Babys hat viele Vorteile, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Wir sind Traglinge

Wenn Sie einen Biologen fragen, so wird er Ihr Baby einen Tragling nennen. Was hat es damit auf sich? Biologen unterscheiden den Nachwuchs verschiedener Tierarten in Nestflüchter, Nesthocker und Traglinge. Nestflüchter sind von Geburt an in der Lage, mit ihren Eltern Schritt zu halten. Nesthocker werden im Gegensatz zum Menschennachwuchs mit geschlossenen Augen und Gehörgängen geboren. Traglinge werden in der ersten Lebenszeit von ihren Eltern getragen.

Was macht uns aber zum Tragling? Forscher benennen unter anderem den Handgreifreflex: Mit diesem kann sich das Kind für kurze Zeit erstaunlich stark an seinem Träger festhalten. Babys übernehmen außerdem automatisch die Anhock-Spreiz-Stellung, wenn sie hochgenommen werden, die durch die Stellung ihrer Beine begünstigt wird. Auch der gerundete Rücken erlaubt es ihnen, sich ideal an den Träger anzuschmiegen.

Vorteile für Sie und Ihr Baby

Kinder sind also evolutionär auf das Getragenwerden eingestellt. Sie können so ihr ausgeprägtes Kontaktbedürfnis mit dem Träger stillen. Das vermindert das Schreien und Weinen nach mehr Nähe und Aufmerksamkeit. Beim Tragen wird das Geborgenheitsgefühl aus dem Mutterleib in die noch fremde Außenwelt übernommen. Außerdem fühlt Ihr Kind beim Getragenwerden mit Ihnen: Es teilt mit allen Sinnen Ihre Umwelt, und dadurch wird die Eltern-Kind-Kommunikation gefördert. Das Tragen von Babys unterstützt also die natürliche Entwicklung von Geist und Körper des Säuglings.
Außerdem wird so dem Negativeffekt von zu langer Liegezeit entgegengewirkt: Plattgelegene Hinterköpfe (medizinisch Plagiozephalie genannt) können durch das Tragen und häufige Positionswechsel des Kindes vermieden werden.

Dem Tragen Ihres Nachwuchses mit einer Tragevorrichtung oder einem Tragetuch steht also nichts im Wege. Mehr Infos und Tipps zum Thema Schwangerschaft und Stillen findest du auf unserer Internetseite.

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