Trotzphase: So überlebst du sie
Kinder & Jugendliche

Trotzphase: So überlebst du sie

Willkommen in der Trotzphase deines Kindes: Weinen und Schreien gehören jetzt zur Tagesordnung, und der lauteste Protest findet ausgerechnet im Supermarkt statt. Keine Panik, die Trotzphase gehört zur normalen Entwicklung von Kindern, und sie geht auch wieder vorbei. Da hilft nur: einen kühlen Kopf bewahren und der Situation angemessen reagieren. Hier gibt’s ein paar Tipps, wie du und dein Kind mit möglichst wenig Stress durch diese Phase kommt.

Was passiert eigentlich in der Trotzphase?

Die Trotzphase eines Kindes beginnt meistens ab dem zweiten Lebensjahr. Kinder entdecken ab diesem Zeitpunkt ihren eigenen Willen, den sie auch durchsetzen wollen. Weil das natürlich nicht immer so leicht funktioniert, schlägt die Stimmung oft in Frust und Wut um. Kinder treffen jetzt zwar ihre eigenen Entscheidungen, können die Konsequenzen aber nicht absehen.

Kopf hoch, du schaffst das!

Sowohl Eltern als auch Kinder müssen lernen, mit diesen Wutanfällen und Trotzreaktionen umzugehen.

Wir haben fünf einfache Tipps zum Gelingen der Eltern-Kind-Harmonie für dich gesammelt:

  1. Sei geduldig und hilf deinem Kind: Wenn deinem Kind wieder etwas partout nicht gelingen will, dann hilf ihm leise. Nur so lange, bis es sich selbst helfen kann. Umgekehrt musst du auch auf dich achten: Wenn du merkst, dass dir der Geduldsfaden bald reißt, dann deeskaliere die Situation – zum Beispiel, indem du kurz den Raum verlässt.
  2. Stelle klare Regeln auf: Stelle ein paar Grundregeln für den Alltag auf. Diese musst du dann konsequent umsetzen, damit dein Kind weiß, dass die Spielregeln für alle gelten. Aber beschränke dich nur auf die nötigsten Verbote. Ansonsten sollte dein Kind seinen Forscher- und Entdeckungsdrang ausleben dürfen.
  3. Gefahren abwehren: Natürlich musst du dafür sorgen, dass dein Kind sich nicht während eines Wutanfalls verletzen kann. Es hilft, Situationen, die dein Kind oft überfordern, aufzuschreiben, um sie zu erkennen. So können sie in Zukunft vermieden werden.
  4. Sorge für Ablenkung: Manchmal helfen ein paar beruhigende Worte oder aber etwas Zeit und Abstand. Vielleicht kannst du die schwierige Situation im Supermarkt auch mit dem mitgebrachten Lieblingskuscheltier oder einem Lied auflösen.
  5. Nimm’s nicht persönlich: Du bist kein schlechter Elternteil, weil dein Kind in der Öffentlichkeit laut schreit und eine Szene macht. Vertraue deiner Beziehung zu deinem Kind, denn du weißt, was das Beste für euch beide ist. Und wenn dir die Trotzphase über den Kopf zu wachsen scheint: Andere Eltern erleben die gleiche Phase, tausche dich mit ihnen aus.

Viel Erfolg mit unseren Tipps und einen langen Atem beim nächsten „Ich will aber“-Anfall wünscht dir deine AOK Hessen.

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