Typ-2-Diabetes: So kannst du vorbeugen
Warnsignale

Typ-2-Diabetes: So kannst du vorbeugen

Frühstück, Mittag- und Abendessen, zwischendurch immer mal wieder ein kleiner Snack – Essen spielt eine zentrale Rolle in unserem Alltag, und das ist auch gut so. Ganz ohne Kalorien & Co. könnte unser Körper gar nicht funktionieren.

So nehmen wir während der Mahlzeiten verschiedene Nährstoffe wie zum Beispiel Kohlenhydrate auf, die uns mit Energie versorgen. Im Darm werden diese in ihre einzelnen Bestandteile aufgespaltet, wobei unter anderem Glukose – also Traubenzucker – gewonnen wird. Über das Blut aktiviert sie dann den Stoffwechsel und wird somit in Energie umgewandelt. Doch was, wenn dieser Stoffwechsel gestört ist?

Botenstoff Insulin

Damit Glukose überhaupt in die Zellen gelangen kann, um dort den Stoffwechsel anzutreiben, braucht der Körper das Hormon Insulin. Dieses wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt und ermöglicht den Zuckermolekülen den Zugang in die Zellen. Dieser Prozess kann jedoch gestört sein, wenn zum Beispiel nicht genug Insulin produziert wird oder die Zellen nicht mehr auf das Insulin reagieren. In beiden Fällen sammelt sich die Glukose im Blut an. Die Folge: ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel.

Diagnose: Zuckerkrankheit

Bleibt der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, spricht man von Diabetes. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Typen der chronischen Erkrankung:

Beim Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die in der Regel vor dem 20. Lebensjahr einsetzt. Bei dieser Form des Diabetes zerstört der Körper die insulinproduzierenden Zellen. Die Folge ist ein absoluter Insulinmangel.

Typ-2-Diabetes, auch bekannt als Altersdiabetes: Der Körper produziert genügend Insulin, aber die Zellen reagieren nicht mehr darauf und nehmen so immer weniger Glukose auf.

Vorbeugung durch einen gesunden Lebensstil

Die chronische Krankheit entwickelt sich meist schleichend und kann über Jahre hinweg symptomfrei bleiben. Während Forscher derzeit versuchen, einen Impfstoff gegen Diabetes mellitus Typ 1 zu entwickeln, konnte bewiesen werden, dass man unter Beachtung folgender Punkte das Risiko einer Erkrankung an Typ-2-Diabetes senken kann:

  1. Der Schlüssel zur Vermeidung eines Typ-2-Diabetes liegt in regelmäßiger Bewegung. Täglich 30 Minuten spazieren gehen, Haus- und Gartenarbeit erledigen oder deinen Lieblingssport machen. Es muss keine körperliche Höchstleistung sein, aber du solltest dich dabei etwas anstrengen sowie Puls und Atmung beschleunigen.
  2. Gesunde Ernährung: Ernähre dich täglich mit vielen Vollkornprodukten, frischem Gemüse und Obst und orientiere dich dabei an der „mediterranen Ernährung“. Übrigens soll auch Kaffee eine vorbeugende Wirkung gegen Diabetes haben!
  3. Zusätzlich können auch guter Schlaf und wirksame Strategien gegen Stress vor der Zuckerkrankheit schützen.
  4. Leidest du bereits an Übergewicht, das sich insbesondere am Bauch bemerkbar macht, dann solltest du versuchen, diesem Risikofaktor für Diabetes den Kampf anzusagen und den Bauchumfang mit viel Bewegung und der richtigen Ernährung auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

Weitere Informationen zu einer gesunden Ernährung findest du bei deiner AOK Hessen.