Schreibtisch-Job: So sitzt du richtig
Körperwissen

Schreibtisch-Job: So sitzt du richtig

Kennst du das auch? Morgens ins Auto, den ganzen Tag im Büro sitzen, anschließend noch schnell in den Supermarkt und dann zuhause endlich auf die Couch, bevor du ins Bett gehst. Durchschnittlich 11,5 Stunden pro Tag sitzt ein Erwachsener. Dabei werden gerade beim Sitzen am Schreibtisch Rücken, Hände und Augen oft einseitig belastet.

Damit das auf Dauer nicht zu Beschwerden führt, sollte dein Arbeitsplatz so ergonomisch wie möglich gestaltet sein. Wenn du dann noch öfter mal eine Bildschirmpause einlegst und andere Arbeiten erledigst, um die Augen zu entlasten, mittags eine Runde um den Block gehst, um frische Luft zu tanken, sowie zum Telefonieren aufstehst oder gleich zu Fuß zum Kollegen zwei Stockwerke höher gehst, tust du deiner Gesundheit Gutes.

Der Stuhl

Der perfekte Bürostuhl ist sehr flexibel: Die Sitzfläche ist in der Höhe zwischen 40 und 54 Zentimetern sowie in der Tiefe stufenlos verstellbar. Auch die Lehne ist in Höhe und Neigung verstellbar, muss aber auch zu arretieren sein, und sie hat eine Lendenwirbelstütze. Höhenverstellbare Armstützen ergänzen den perfekten Stuhl. Und so sieht die richtige Sitzposition aus: Unter- und Oberschenkel bilden einen 90-Grad-Winkel, die Füße stehen fest auf dem Boden. Sitzfläche und Lehne werden voll ausgenutzt, die Lehne stützt alle Bewegungen ab. Die Sitzposition immer mal wieder verändern, also auch Lümmeln und Beineausstrecken ist erwünscht.

Die Tastatur

Die beste Position für die Tastatur ist fünf bis zehn Zentimeter von der Schreibtischkante entfernt, so dass die Handballen bequem auf der Tischplatte Platz finden. Ober- und Unterarme stehen während des Schreibens idealerweise im rechten Winkel zueinander. Wenn möglich sollten die Hände nicht im Handgelenk angewinkelt werden. Die Finger liegen locker auf der Tastatur. Für Tastatur und Mousepad gibt es auch spezielle Auflagen, die die Arm- und Schultermuskulatur zusätzlich entlasten.

Der Bildschirm

Auf dem Schreibtisch ist der Monitor gut platziert, wenn es von hinten keine Blendung durch Fenster oder Beleuchtung gibt. Der richtige Abstand zwischen Auge und Bildschirm beträgt 50 bis 70 Zentimeter. Die oberste Bildschirmkante sollte nicht über der Augenhöhe liegen. Wenn man bis etwa 20 Grad nach unten schaut, ist dieser Blickwinkel auch in Ordnung. Die Bildschirmeinstellung sollte so gewählt sein, dass die Zeichen scharf erkennbar und ausreichend groß sind (etwa in Schriftgröße 12).

Der Tisch

Ein guter Schreibtisch bietet jede Menge Beinfreiheit (die Oberschenkel dürfen nicht die Tischunterseite berühren), hat Platz, um die Arbeitsmaterialien ausbreiten zu können, und seine Oberfläche reflektiert das Licht nicht. Außerdem ist er zwischen 68 und 76 Zentimetern höhenverstellbar. Dann sind auch keine Fußstützen notwendig, die bei unflexiblen Tischen ersatzweise helfen, besser zu sitzen. Innerhalb des Büros sollte der Schreibtisch so stehen, dass die Blickrichtung Auge–Computer parallel zu den Fenstern verläuft. Anders belastet der Helligkeitsunterschied die Augen zu sehr.

Einen Film mit Übungen für den Rücken gibt´s übrigens auf aok-rueckenaktiv.de.