Unerfüllter Kinderwunsch: künstliche Befruchtung
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Unerfüllter Kinderwunsch: künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung ist für viele kinderlose Paare die große Chance, trotz einer Fruchtbarkeitsstörung schwanger zu werden. Dabei unterstützen Mediziner Samen- und Eizelle auf ihrem Weg zueinander. Was bedeutet ein Ja zu einer künstlichen Befruchtung? Welche unterschiedlichen Methoden gibt es, wie sieht deren Ablauf aus und wie unterstützt dich deine AOK Hessen finanziell?

Der Ursache auf den Grund gehen

Bevor eine künstliche Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch in Betracht kommt, stehen erst einmal Beratungsgespräche und ärztliche Untersuchungen an. Dabei geht es darum, die möglichen Ursachen für die Kinderlosigkeit zu klären. Denn nur so kann eine Erfolg versprechende Methode zur Befruchtung gefunden werden. Meist hat die Unfruchtbarkeit organische Ursachen. Bei rund zehn Prozent der Betroffenen liegt der Unfruchtbarkeit eine psychische Ursache zugrunde. Es gibt verschiedenste Methoden der künstlichen Befruchtung. Welches Verfahren im Falle einer Unfruchtbarkeit am sinnvollsten ist, hängt von der individuellen Situation ab.

Die drei medizinischen Methoden

Die gängigste Methode ist die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Hierbei wird eine einzelne männliche Samenzelle in die Eizelle der Frau injiziert. Dieses Verfahren eignet sich besonders gut für Paare, bei denen der Mann Fruchtbarkeitsprobleme hat.

Bei der herkömmlichen In-vitro-Fertilisation (IVF) dagegen werden Eizelle und Samenzelle mit einer Nährflüssigkeit zusammengebracht. Der eigentliche Befruchtungsprozess soll dann von allein stattfinden.

Bei beiden Methoden unterzieht sich die Frau einer Hormonbehandlung. Die Reifung und das Wachstum der Eizelle werden dadurch gefördert. Die befruchtete Eizelle wird anschließend wieder in die Gebärmutter zurückgegeben. Dies ist zwar ein medizinischer Eingriff, er ist aber unkompliziert und wird ambulant vorgenommen. Sowohl bei der ICSI als auch bei der IVF liegen die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft bei 15 bis 20 Prozent.

Das dritte und älteste Verfahren einer künstlichen Befruchtung ist die Intrauterine Insemination (IUI). Hierbei wird die Eizelle nicht im Reagenzglas befruchtet, sondern die Spermien werden direkt in die Gebärmutter eingebracht. So sollen die Spermien die Eizelle schneller erreichen als beim Geschlechtsverkehr. Die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung und anschließende Schwangerschaft liegen bei fünf bis zehn Prozent.

Wie Erfolg versprechend die künstliche Befruchtung ist (das heißt, wie hoch die Chancen sind, eine Schwangerschaft herbeizuführen), hängt von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel vom eingesetzten Verfahren und vom Alter der Frau. Ob eine Kinderwunschbehandlung erfolgreich verläuft und sich eine Schwangerschaft eingestellt hat, erfahren Frauen meist nach circa zwölf Tagen. Eine Phase des Hoffens und Wartens, ob sich die Eizellen in der Gebärmutter genistet haben. Wichtig ist es, während der gesamten Zeit so viel Stress wie möglich zu vermeiden und seinen Alltag nicht ganz und gar vom Kinderwunsch beherrschen zu lassen. Ein gesunder Lebensstil und das Achten auf das eigene Wohlergehen können zu einem Erfolg beitragen.

Unsere Kostenübernahme bei Kinderwunsch

Fest steht: Eine künstliche Befruchtung kann je nach Verfahren und Anzahl der Versuche teuer werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen meist nur den gesetzlich festgelegten Anteil der Kosten, das sind 50 Prozent.. Gut, wenn dir in dieser emotional schweren Phase mit der AOK Hessen eine Krankenkasse zur Seite steht, die dich unterstützt und entlastet. Je nachdem, ob sich die ISCI oder die IVF am besten eignet, verdoppelt die AOK Hessen den Anteil von 50 Prozent auf 100 Prozent für die ersten drei Behandlungsversuche. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Frau zwischen 25 und 40 Jahre und der Mann zwischen 25 und 50 Jahre alt sein müssen. Bei der IUI kommen wir für bis zu acht Versuche auf. Hier findest du mehr Informationen darüber, wie genau unsere finanzielle Unterstützung aussieht.