Vintage Fashion: Shoppen mit Nachhaltigkeitsfaktor
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Vintage Fashion: Shoppen mit Nachhaltigkeitsfaktor

Mode macht Spaß und der Kleidungsstil verrät viel über uns selbst. Doch wenn du für deine Fashionliebe gerne viel shoppst, kann das zahlreiche Ressourcen belasten. Schon mal von Vintage Fashion gehört? Vielleicht ist das eine super Alternative für dich: Wer seine Garderobe gebraucht kauft oder verkauft, schont die Umwelt und bestenfalls auch sein Portemonnaie.

Kleidung ist ein Statement. Sie zeigt, ob du Chic Fashion oder den Casual Style liebst, eine Fashionista bist oder ein Hipster – oder mit einem wilden Mix deinen ganz eigenen Stil kreierst. Doch regelmäßig neue Teile zu shoppen, um stylisch auszusehen, belastet unsere Umwelt und Ressourcen. Gleichzeitig ist es sehr schade, ein hübsches Kleidungsstück irgendwann wieder auszusortieren – nur weil man sich selbst daran sattgesehen hat. Bring doch deine alten Sachen lieber in den Fashionkreislauf: Wenn du gebrauchte Kleidung kaufst und verkaufst, handelst du nachhaltig und gibst weniger Geld für deine neuen Lieblingsstücke aus. Eine echte Win-Win-Situation.

Vintage Fashion: Mehrwert aus zweiter Hand

Bei Vintage Fashion wird Altes und Neues, Teures und Günstiges kombiniert. Du kreierst deinen eigenen, lässigen Stil. Vintage Fashion bietet dir viele Vorteile:

  • Sie ist fair statt schnelllebig: Achtest du auf Qualität und hochwertige Verarbeitung, hat deine „neue alte Kleidung“ noch ein langes Leben vor sich.
  • Sie enthält wenig Schadstoffe: Der Vorbesitzer hat vermutlich bei vielen Waschgängen chemische Rückstände (zum Beispiel vom Färben) herausgewaschen. Das ist gut für deine Haut – und besonders bei Baby- und Kinderkleidung ein riesiger Pluspunkt.
  • Sie erzählt eine Geschichte: Im Fashionkreislauf gibt es viele tolle Schätze. Manche Kleidungsstücke oder luxuriöse Accessoires haben schon einiges erlebt und sind vielleicht mehrere Jahrzehnte alt. Das gibt ihnen einen emotionalen Wert, den Neuware (noch) nicht hat.

Gut zu wissen: Motten lieben Naturmaterialien. Zum Glück lassen sie sich schnell beseitigen. Lege das Kleidungsstück nach dem Kauf einfach für einige Tage in die Gefriertruhe, um mögliche Larven abzutöten. Danach entweder in die Reinigung geben oder selbst waschen.

Digital Shopping: Viele Wege führen zum geliebten secondhand-Stück

Flohmärkte sind klasse. Du kannst auf ihnen stundenlang bummeln und stöbern, Schnäppchen machen und interessante Menschen kennenlernen. Es gibt aber noch andere spannende Möglichkeiten, um besondere Vintage-Stücke zu entdecken – von angesagten Online-Plattformen bis hin zu regionalen Gruppen in sozialen Netzwerken.

Die größte Vintage-Plattform: Vinted (Zusammenschluss von Kleider- und Mamikreisel)

Dank 37 Millionen User findet hier jeder etwas zum Anziehen. Die riesige Community bietet Damen- und Herrenbekleidung sowie Kindersachen an. Seit die Plattform Vinted heißt, kannst du auch Home-Artikel und Bücher kaufen. Und getreu dem ursprünglichen Prinzip der Plattform tauschen auf Vinted Nutzer auch untereinander Kleidung.

Was kostet‘s? Es gibt keine Gebühren für den Verkäufer. Für den Käuferschutz wird bei jeder Transaktion eine Gebühr von 70 Cent und zusätzlich fünf Prozent des Verkaufspreises (exklusive Versandkosten) berechnet. Dieser beinhaltet einen sicheren Zahlungsablauf und eine Rückgabe, wenn die Ware beispielsweise beschädigt ist.

Die stylishe Vintage-Plattform: Mädchenflohmarkt

Hier kaufen nur Frauen ein: Taschen, Schuhe, Schmuck und Fashion. Die Plattform bietet einen Concierge-Service, der Teile von Luxus-Marken auf deren Echtheit prüft. Das Team kümmert sich auch darum, deine Kleidung einzustellen, wenn du wenig Zeit hast. Du meldest dich lediglich an und bekommst einen Versandgutschein, mit dem du dein Paket kostenlos an die Plattform schickst. Natürlich kannst du deine gebrauchte Kleidung auch selbst einstellen, beschreiben und verschicken.

Was kostet’s? Verkäufer zahlen eine Provision in Höhe von zehn Prozent des Verkaufspreises. Käufern profitieren von einer sicheren Zahlung (erst nach Erhalt der Ware) und einer Geld-zurück-Garantie.

Die internationale Plattform: Zadaa

Die Marktplatz-App musst du zunächst auf dein Smartphone laden. Dann entdeckst du Kleidung von Luxus- sowie von nachhaltigen Marken, Schmuck, Accessoires und sogar Handys, Kameras und Tablets. Bei der Registrierung kannst du neben Körpergröße und Gewicht deinen Körpertyp (Apfel, Birne etc.) angeben. Die App versucht anschließend, passende Verkäufer zu finden, um den perfekten Sitz der Kleidung zu gewährleisten.

Was kostet‘s? Verkäufer bezahlen einen Euro Verkaufsgebühr plus Provision. Dafür bietet die Seite eine Geld-zurück-Garantie für Käufer.

Die nachhaltige Vintage-Plattform: Secondlifefashion

Hinter der Website steckt ein deutsches Start-up, dass gegen den Wegwerf-Konsum arbeitet. Sie kaufen hochwertige und moderne Kleidung und verschicken sie nach dem Verkauf mit DHL Go Green plastikfrei – für dich kostenlos. Die Plattform konzentriert sich auf komplette Outfits zu unterschiedlichen Anlässen (Abend, Freizeit, Party etc.). Angeboten wird alles von Shirt bis hin zu Schuhen für sie und ihn.

Was kostet’s? Gebrauchte Kleidung schickst du an www.kleidungverkaufen24.de. Nach Ankunft und Prüfung erhältst du von Secondlifefashion ein Gesamtangebot per E-Mail. Stimmst du zu, wird das Geld innerhalb von 14 Tagen überwiesen.

Vintage Fashion gibt’s auch in deinem Social Media Feed

Influencer und Online-Plattformen nutzen ihre Instagram Storys gerne auch dafür, exklusive Stücke vorzustellen – wie truevintage, the_vintage_bar oder vintagefashiondesign. Wunderbare Schätze findest du auch bei regionalen Flohmarkt-Gruppen in den sozialen Netzwerken, zum Beispiel „Echte Mamas Flohmarkt“ oder „Fashion Flohmarkt“ auf Facebook. Diese Gruppen sind meist privat und du stellst Beitrittsanfragen, um aufgenommen zu werden.

Vintage Fashion: mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Es gibt viele Möglichkeiten, einen bewussteren und nachhaltigen Lebensstil in den Alltag zu integrieren. Secondhand-Kleidung zu kaufen ist definitiv umweltschonender als Neuware zu shoppen. Drei Tipps, wie der Inhalt deines Kleiderschrankes noch ein bisschen nachhaltiger werden kann:

  1. In einem nachhaltigen Kleiderschrank ist weniger mehr: Beim sogenannten Caspule-Wardrobe-Prinzip wird der Kleiderschrank zunächst radikal ausgemistet. Schrankleichen, Fehlkäufe, alles muss raus. Im nächsten Schritt kaufst du dir wenige, zeitlose Vintage-Teile, aus denen sich unterschiedliche Outfits für jeden Anlass zusammenstellen lassen. Diese Basics kombinierst du wunderbar miteinander sowie mit Taschen oder Schmuck. 
  2. Die Jeans hat ein Loch oder das weiße T-Shirt ist ergraut? Das lässt sich ändern. Repariere deine Kleidung oder färbe sie um, statt sie wegzuwerfen. Kleine Löcher lassen sich mit Stickereien upcyclen. Alte T-Shirts kannst du zu Garn für neue DIY-Projekte verarbeiten.
  3. Kaufe bei fairen Labels. In der App „Good On You“ (früher „Rank A Brand“) erfährst du, wie vorbildlich dein Label in Sachen Umwelt-, Arbeiter- und Tierschutz arbeitet. User können sich über mehr als 2.000 Modemarken informieren.

Noch mehr Nachhaltigkeit gefällig?

Einen nachhaltigen Kleiderschrank aufzubauen, ist ein toller Move, um Ressourcen zu schonen. Falls du dich fragst, was du noch tun kannst: richtig viel. Ob Leitungswasser trinken oder kaputte Sachen ins Repaircafé geben – viele kleine Schritte führen zu einem nachhaltigen Lebensstil. Nimmst du eine Mehrwegbox für den Einkauf an der Frischetheke mit, reduzierst du bereits deinen ökologischen Fußabdruck bei jedem Einkauf. Bei Drogerieartikeln kannst du darauf achten, Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik zu verwenden.

Vielleicht ist dein Thema auch, auf „frei von“-Lebensmittel umzustellen oder auf bestimmte Lebensmittel komplett zu verzichten: Die AOK FlexiFood-Ernährungskurse sind für alle interessant, die einen umweltverträglichen Ernährungsstil kennenlernen wollen.

Viel Erfolg beim Ressourcen schonen und gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen