Wiedereinstieg in den Beruf
Beruf

Wiedereinstieg in den Beruf

Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr!

Für viele Frauen ist die Mutterschaft Erfüllung. So sagt man. Die Geburt des Kindes ist sicher einer der besonderen Momente, die eine Frau erleben kann. Alles, was im Anschluss kommt, pendelt zwischen „wunderbar“ und „lästig“.

Ganz vorne: die Menschen, die immer alles besser wissen, die genau wissen, was die frischgebackene Mutter nun am besten mit ihrem Baby zu tun oder zu lassen hat. Babyschwimmen und Krabbelgruppen, damit das Kleine schon früh soziale Kontakte hat. Oder doch besser absolute Ruhe und Zurückgezogenheit für Säuglinge. Und dann noch die Vertreter der Tragetücher, die enge soziale Bindungen und Urvertrauen implementieren wollen, und diejenigen, die sie ansehen und „Hippie!“ denken. Letztere Gruppe fährt das Baby lieber im geländegängigen Joggerkinderwagen durch den Park.

Wir sehen mal wieder: Für alle möglichen Konstellationen gibt es Fürsprecher.

Rabenmutter oder Hausmütterchen, das ist hier die Frage

Ganz ausgeprägt werden die unterschiedlichen Meinungen, mit denen man als Mutter konfrontiert wird, wenn man wieder zurück in seinen Beruf möchte. „Rabenmutter!“ tönt es aus der einen Ecke, „Hausmütterchen!“ aus der anderen Ecke, sofern man es vorzieht, Vollzeitmutter zu sein.

Vollzeitmutter ist ein anstrengender Job mit Wohnung, Haus, Garten, Balkon, Kind, Haushalt, Einkaufen. Rabenmutter allerdings nicht minder. Hier greift schnell die Doppelbelastung von Familie & Job.

An all die quakenden Stimmen: Überlasst das doch den Müttern, bitte.

Es gibt viel zu tun, packe ich es an

Sofern die Mutter sich nun entscheidet, wieder in ihren Beruf zurückzukehren, muss sie Lösungen für Problemfelder finden, die vorher nicht existierten. Sie braucht eine Kinderbetreuung, wenn sie schon nach einem Jahr Babypause wieder durchstarten möchte.

Was wird der Arbeitgeber zu Krankheitstagen wegen des Babys sagen? Wird sie ihren Schreibtisch wieder haben? Was macht sie bei Abendterminen oder wenn sie auf Geschäftsreise muss? Sie kann das Kind ja schlecht mitnehmen. Und wie wird es sein, in ein Unternehmen zurückzukehren, in dem sie vielleicht keinen Kollegen mehr kennt? Eine Tagesmutter muss auf jeden Fall her und mit ihr auch wieder die kritischen Stimmen: „Wieso kriegst du ein Kind, wenn du es gleich wieder abgibst?“

Die Berufsrückkehrerin wird sich immer Sorgen machen, ob sie sich genug um ihr Kind kümmert, ob sie genug Zeit findet, gesund zu kochen, einzukaufen oder sich einfach mal um sich selbst zu kümmern. Sie wird im Büro das Gefühl haben, zu wenig zu leisten im Verhältnis zu den Kollegen. Wie sie es auch macht, sie macht es in den Augen der Welt verkehrt!

Liebe Mütter, ob Vollzeit- oder Teilzeitmütter, ob „Rabenmutter“ oder „Hausmütterchen“, es ist eure Entscheidung. Lasst euch nicht reinreden, und geht euren Weg entspannt. Wir sind da, wenn ihr Unterstützung braucht: http://familie.hessen.aok.de/de/aok-leistungen-fuer-familien/