Willensentwicklung von Kindern: Selbstbewusst oder narzisstisch?
Kinder & Jugendliche

Willensentwicklung von Kindern: Selbstbewusst oder narzisstisch?

Unsere Kinder sind unsere Zukunft, doch Erziehung ist oft nicht einfach. Eltern werden häufig von der Angst geplagt, etwas falsch zu machen und dem Nachwuchs damit nachhaltig die Zukunft zu verbauen. Die Medien berichten über zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft und dann selbst noch einen kleinen Narzissten großziehen, das möchte ja niemand. Also wo setzen Eltern am besten an? Ist zu viel Lob schädlich? Zerstört Kritik am Kind den zarten Keim des Selbstbewusstseins?

Klar ist: Kinder sollen selbstbewusst sein, damit sie auch als Erwachsene sicher und emotional stabil durchs Leben kommen.
Ob die Tendenz zu narzisstischem Verhalten aus der Erziehung kommt oder eine erbliche Neigung zugrunde liegt, ist nach wie vor umstritten. Anzunehmen ist, dass beides zusammen wirkt, denn die Neigung zu Egoismus ist in jedem Menschen zu finden, die Ausprägung im Erwachsenenalter ist jedoch unterschiedlich.

Für ein gesundes Selbstbewusstsein brauchen Kinder Urvertrauen in die Eltern und das Wissen, dass sie geliebt werden. Und zwar immer und genau so, wie sie sind.

Das stärkt das Selbstvertrauen des Nachwuchses:

  • Eigene Kompetenz, Dinge und Tätigkeiten zu beherrschen
  • Eigene Stärken und Schwächen realistisch einschätzen können. Damit sie das lernen, benötigen sie das Feedback der Eltern – am besten mit Infos, was sie besser oder anders machen können.
  • Gesundes und stabiles Wertesystem. Das Kind muss sicher unterscheiden können, was richtig und was falsch ist, denn damit wird die Welt berechenbarer und geordneter.

Im Grunde genommen also kein Grund zur Sorge für Eltern: Liebt eure Kinder und entspannt euch, ihr macht das gut!