Wir werden Eltern – und was jetzt?
Partnerschaft

Wir werden Eltern – und was jetzt?

Ihr werdet Eltern? Herzlichen Glückwunsch! Eine Schwangerschaft ist ein wundervoller Lebensabschnitt. Ein neuer Mensch entsteht. Ein riesiger Grund zur Freude! Mit der Elternschaft beginnt ein völlig neues Kapitel in eurem Leben. Das kann natürlich auch Sorgen auslösen, ob ihr der neuen Aufgabe gewachsen seid. Denn da ist plötzlich dieser riesige Berg an Verantwortung. Aber keine Angst! Nicht nur euer Kind hat neun Monate Zeit, sich zu entwickeln, auch ihr als Mutter und Vater könnt euch während der Schwangerschaft langsam, aber sicher in eure neue Rolle einfinden. Wir haben hier ein paar elternerprobte Ratschläge zusammengetragen.

Aus Paaren werden Eltern

Mit dem neuen Familienmitglied wird aus der Partnerschaft zumindest vorübergehend eine Dreiecksbeziehung. Vor allem in den ersten Lebensjahren benötigen Kinder viel Zuwendung. Da bleibt zwangsläufig weniger Zeit für Zweisamkeit. Auch das Berufsleben und die Freizeitgestaltung müssen auf einmal ganz anders geplant werden. Deswegen solltet ihr euch gemeinsam überlegen, wie ihr als Familie funktionieren möchtet. Wer kann welche Aufgaben unternehmen? Welche Freiheiten sind euch wichtig? Dabei kann es helfen, sich Tipps und Ratschläge bei Freunden, in Büchern oder im Internet zu suchen. Auf Dauer kann das aber ganz schön verwirren, denn natürlich findet sich zu jeder Meinung auch immer irgendwo eine Gegenmeinung. Versucht deswegen, auf euer Bauchgefühl zu achten. Redet zeitig und ausgiebig mit einander, um das Familienmodell zu finden, das zu euch beiden passt.

Kinderbetreuung – geteilte Freude

Auch bei der Kinderbetreuung gibt es natürlich sehr unterschiedliche Vorstellungen, die oft kulturell bedingt sind. Während es zum Beispiel in Frankreich für eine junge Mutter völlig normal ist, drei Monate nach der Geburt wieder voll ins Arbeitsleben einzusteigen, wurde hierzulande von Frauen früher oft erwartet, sich länger der Versorgung ihrer Kinder zu widmen. Mindestens im ersten Jahr stehen Vater und Mutter Elterngeld zu, wenn sie sich die Elternzeit teilen. Seit der gesetzlich geregelten Garantie auf Kinderbetreuung hat jedes Kind ab einem Jahr Anspruch auf Betreuung in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. So wird es Familien erleichtert, Familie und Beruf zu vereinbaren. Findet gemeinsam heraus, welche Herangehensweise sich für euch richtig anfühlt. Ob Tagesmutter oder -vater, eine Kita, die Betreuung durch die Großeltern oder durch euch selbst – egal wofür ihr euch bei der Betreuung entscheidet, versucht, diese Frage möglichst früh zu klären. Trefft am besten auch mit euren Arbeitgebern eine klare Absprache darüber, wie ihr in der Zeit nach der Geburt euren Berufsalltag organisieren wollt. Dabei solltet ihr nicht vergessen, dass Kinder in den ersten Lebensjahren ihr Immunsystem erst noch aufbauen müssen und auch im Krankheitsfall versorgt werden wollen. Aber auch hier gibt es Lösungen. Beispielsweise erhaltet ihr von eurer AOK Hessen Kinderpflegekrankengeld, solltet ihr berufstätig sein und niemanden haben, der sich um euer krankes Kind kümmern kann.

Natürlich lässt sich nicht jede Eventualität im Vorfeld planen. Eltern sein bedeutet auch, hin und wieder zu improvisieren. Trotzdem kann es gerade in stressigen Phasen ganz schön hilfreich sein, wenn die großen Leitlinien schon einmal abgesteckt wurden. Und sind diese Fragen erst einmal geklärt, könnt ihr euch wieder voll und ganz der Vorfreude auf euer Baby widmen.

Mehr Infos zum Krankengeld bei Erkrankung des Kindes findet ihr auf unserer Webseite.