Woher kommen die Babypfunde?
Geburtsvorbereitung

Woher kommen die Babypfunde?

Viele Schwangere machen sich Gedanken über ihr Gewicht. Dass du während der Schwangerschaft zunimmst, ist völlig normal. Aber wie viele der sogenannten Babypfunde sind gesund? Ab wann werden sie zum Problem? Und wie wirst du sie nach der Geburt wieder los? Antworten auf diese und andere Fragen findest du in diesem Artikel.

Essen für zwei – aber nicht doppelt so viel

Während der Schwangerschaft werden viele Gewohnheiten der Mutter durcheinandergebracht. So wird es im Laufe der berühmten neun Monate immer umständlicher, sich regelmäßig zu bewegen und Sport zu treiben. Auch die Essgewohnheiten können durch hormonelle Umstellungen völlig durcheinandergeraten. Viele Schwangere kennen die plötzlichen Heißhungerattacken. Es ist natürlich gut und richtig, sich gerade während der Schwangerschaft auch einmal „etwas zu gönnen“ und einen Gang runterzuschalten. Als Freischein zum Faulenzen und zur Völlerei sollte ein positiver Schwangerschaftstest aber nicht missverstanden werden. Ganz im Gegenteil, gerade jetzt sind für Mutter und Kind eine gesunde und ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung besonders wichtig.

Wozu sind die Pfunde gut?

Schon ab den ersten Wochen der Schwangerschaft finden in deinem Körper oft unbemerkt unzählige Veränderungen statt. Sie alle haben zum Ziel, die optimale Entwicklung des heranwachsenden Kindes zu gewährleisten. So beginnt dein Körper langsam, an Gewicht zuzunehmen. In den letzten Schwangerschaftsmonaten ist diese Gewichtszunahme dann noch etwas stärker. Verantwortlich dafür sind folgende Faktoren: das Gewicht des Babys, die Gebärmutter, die Plazenta, das Fruchtwasser, die Brüste, ein deutlich erhöhtes Blutvolumen und extra Wasser- und Fetteinlagerungen. Das Gute daran: Sie verschwinden nach der Geburt in den meisten Fällen von alleine. Außerdem neigt dein Körper in der Schwangerschaft evolutionsbedingt dazu, etwas mehr Vorräte zu speichern als gewöhnlich. Diese Energiereserven waren für unsere Vorfahren wichtig, um plötzliche Nahrungsengpässe zu überbrücken.

Das Risiko eines mehrtägigen Engpasses ist in Zeiten von Kühlschränken und Supermärkten mittlerweile ziemlich gering. Die Tendenz zur Bildung von Pölsterchen aber ist geblieben. Bei manchen Müttern verschwinden sie während der Stillzeit fast von alleine. Bei anderen Müttern halten sie sich hartnäckig.

Falls du zur zweiten Gruppe gehörst, ist eine Umstellung der Ernährung kombiniert mit Sport oft die wirksamste Methode, um nach der Geburt wieder dein Normalgewicht zu erreichen. Einseitige Diäten solltest du nicht machen. Auch weil sie sich während des Stillens negativ auf die Qualität der Muttermilch auswirken können. Überhaupt solltest du dich nicht zu sehr unter Druck setzen und deinem Körper mehrere Monate Zeit lassen, sich zu regenerieren.

Wie viele Kilos sind normal?

Zehn Kilo? 15 Kilo? Es gibt keinen allgemeingültigen absoluten Wert, wie stark die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ausfallen sollte. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel das Ausgangsgewicht oder mögliche Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes. So sollten beispielsweise übergewichtige Frauen während der Schwangerschaft in der Regel weniger zunehmen als normal- oder untergewichtige Frauen. Je nach Ausgangsgewicht wird eine Zunahme von 7 Kilogramm bis zu 18 Kilogramm empfohlen. Bei Mehrlingsschwangerschaften gelten natürlich etwas andere Empfehlungen. Außerdem sollte sich die Gewichtszunahme möglichst gleichmäßig über die Schwangerschaft verteilen. Eine plötzliche starke Gewichtszunahme kann ein Hinweis auf ein gesundheitliches Problem sein. In jedem Fall empfiehlt es sich, gemeinsam mit deinem begleitenden Arzt dein Gewicht im Auge zu behalten.

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