Zivilisationskrankheiten: Welche sind das eigentlich?
Volkskrankheit

Zivilisationskrankheiten: Welche sind das eigentlich?

Zivilisationskrankheiten entstehen – einfach ausgedrückt – weil unsere modernen Lebensgewohnheiten, die wir in klassischen Industrieländern vorfinden nicht zur menschlichen Anatomie und zu unserem Stoffwechsel passen.

Denn während unsere Vorfahren sich noch täglich kilometerweit bewegen mussten, um etwas Essbares zu erhalten und durchaus auch mehrere Tage ohne Nahrung auskommen mussten, verbringen die meisten Menschen in einer hoch technisierten Gesellschaft ihren Tag überwiegend sitzend und greifen ganz bequem auf verzehrfertige Nahrungsmittel zu. Für einen solchen Lebensstil ist unser Körper aber eigentlich gar nicht ausgerichtet – Rückenschmerzen, Übergewicht sowie Herzkreislauferkrankungen und Einiges mehr sind die Folgen davon.

Ein kurzer Überblick: Welche Zivilisationskrankheiten gibt es?

Grundsätzlich gibt es für die meisten Erkrankungen nicht nur „die EINE“ Ursache. Bereits im Mittelalter und vermutlich auch schon früher hatten die Menschen Löcher in den Zähnen. Aber für viele Krankheiten wie Karies, Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes mellitus Typ 2 , Übergewicht, manche Krebsarten und viele mehr sind sich die Wissenschaftler auf jeden Fall einig, dass das Risiko für diese Erkrankungen aufgrund unserer modernen Lebensumstände deutlich gestiegen ist. Viele Umweltbedingungen wie beispielsweise die Luftverschmutzung, können wir leider nur sehr begrenzt beeinflussen – wie wir uns jedoch zum Beispiel ernähren und wie intensiv wir uns bewegen, das entscheiden wir in der Regel ganz alleine!

Wie unser Lebensstil uns krankmacht

In unseren Supermärkten gibt es zu jeder Jahreszeit, jedes Lebensmittel im Überfluss. Und die Auswahl an gezuckerten Produkten in deutschen Kühlregalen ist fast schon beängstigend. Oft verbergen sich außerdem hohe Zuckermengen in Lebensmitteln, wo es kaum jemand vermutet. In Wurst, Erfrischungsgetränken oder in vermeintlich gesunden Frühstücksmüslis sind teilweise umgerechnet bis zu 30 Würfelzucker versteckt. Zusatzstoffe, bestimmte schädliche Fettsäuren und grundsätzlich zu viel Fett in den Nahrungsmitteln tun ihr Übriges: Die Folgen des unkontrollierten Konsums sind neben Diabetes mellitus und Lebererkrankungen viele weitere Erkrankungen, die man leicht vermeiden könnte.

Abnehm-Shows im Fernsehen sind sehr beliebt – ebenso wie die Tüte Chips auf dem Schoß vor dem TV-Gerät. Denn das Bemerkenswerte ist: Obwohl das Thema gesunde und abwechslungsreiche Ernährung in Kochshows und anderen Medien fast täglich thematisiert wird, muss unsere Esskultur schlicht und ergreifend als zunehmend gesundheitsgefährdend bezeichnet werden.

Bauchfett als Risikofaktor

„Birnen- oder Apfelform“ – ist die Fettverteilung wichtig für das gesundheitliche Risiko? Ja – wir wissen heutzutage, dass vor allem im Bauchfett (auch „Viszeralfett“ genannt) viele Stoffe produziert werden, die gesundheitsschädlich sind, weil sie Entzündungen fördern und beispielsweise das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose deutlich erhöhen. Ein normales Körpergewicht hat also nicht nur kosmetische Aspekte, sondern verringert das Risiko, an Zivilisationskrankheiten und deren Folgen zu erkranken bzw. zu sterben.

Was kannst du tun?

Um Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes mellitus vorzubeugen oder eine Verschlechterung der Erkrankung aufzuhalten, ist regelmäßige Bewegung besonders wichtig. Je nach Fitness werden (möglichst zügiges) Spaziergehen, Joggen oder Radfahren empfohlen, aber auch Gartenarbeit und Tanzen sind gut geeignet. Wichtig ist, dass man sich möglichst täglich bewegt. Auch jede Stunde vom Schreibtisch aufzustehen und sich 5 Minuten lang zu bewegen, hat bereits positive Effekte, das haben Studien belegt. Voraussetzung ist: Man hält sich auch konsequent daran. Bereits kleine Verhaltensänderungen können Einiges bewirken Sportliche Höchstleistungen sind weder erforderlich noch sinnvoll.

Weitere Informationen und Tipps zu gesunder Ernährung und Übungen zur persönlichen Fitness erhältst du hier.

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