Zucker: Das sind die 7 größten Fallen
Esskultur

Zucker: Das sind die 7 größten Fallen

In Zeiten, in denen wir auf gesunde Ernährung achten, gehört industriell hergestellter Zucker vermutlich zu den größten Sünden. Die Risiken, die mit einem hohen Zuckerkonsum verbunden sind, sind schließlich bekannt. Dennoch sind die weißen Kristalle schon beinahe eine Volksdroge – bedenkt man den versteckten Zucker in Lebensmitteln, in denen ihn kaum einer vermutet. Und das ist fatal: Jeder von uns nimmt dadurch mehr Zucker zu sich, als er denkt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme freier Zucker von unter zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr. Denn: Ein dauerhaft zu hoher Konsum ist höchst gesundheitsschädigend. Arterienverkalkung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Gewichtszunahme und Karies gehören zu den größten Risiken. Tatsache ist jedoch, dass die Lebensmittelindustrie gerne Zucker einsetzt. Sie dienen als Geschmacksverstärker sowie als Konservierungsmittel und sind außerdem preiswert. Die Lebensmittelhersteller haben zudem eine ausgeprägte Phantasie, wenn es darum geht, andere Namen für den als ungesund verpönten Zucker zu finden. Am Ende der Zutatenliste tauchen dann gesund und natürlich klingende Namen wie Glukose-, Fruktose- oder Maltosesirup, Dextrose, Maltodextrin und natürliche Fruchtsüße auf. Für den Verbraucher natürlich schwer zu erkennen. Und dann gibt es ja noch die Produkte, von denen man gar nicht erwartet, dass sie Zucker enthalten.

1. Rotkohl

77 Gramm Zucker stecken in einem 700-Gramm-Glas. Das sind umgerechnet 25 Stück Würfelzucker. Eigentlich ist Rotkohl ein sehr gesundes Gemüse: Es enthält Vitamin C und B sowie Eisen und Kalzium. Am besten bereitest du es selbst zu. Dazu entfernst du einfach den Strunk aus der Mitte und schneidest den Kohlkopf in kleine Streifen. Dann in einem Topf Zwiebeln glasig braten und mit Apfelsaft oder Balsamico ablöschen. Anschließend die Rotkohlstreifen dazugeben und nach Belieben würzen: Fertig ist der selbstgemachte Apfelrotkohl – mit deutlich weniger Zucker!

2. Currywurst

Des Deutschen liebste Wurst enthält 24 Gramm Zucker! Zusammen mit weiteren Inhaltsstoffen ist die Currywurst somit eine echte Kalorienbombe. Und für den häufigen Verzehr auch gar nicht empfehlenswert. Wirkliche Alternativen gibt es allerdings nicht. Daher unser Tipp: Genießen und als Sünde verbuchen!

3. Gewürzgurken

Zwölf Gramm Zucker in einem Glas! Das Argument der Hersteller: Der Zucker wird der Flüssigkeit zugegeben, um die Gurken besser zu konservieren. Dann doch lieber frisch und ohne Zucker: Bei Paprika- oder Möhrensticks darfst du ohne Reue zuschlagen.

4. Krautsalat

Kommt er aus dem Supermarkt, enthält Krautsalat satte zwölf Gramm Zucker – auf eine Menge von nur 100 Gramm! Es lohnt sich also, wenn du ihn selbst zubereitest. Und das ist ganz einfach: Den Kohl raspeln und Zwiebelwürfel hinzugeben. Ein Gemisch aus Öl, Salz, Pfeffer, Essig, Mineralwasser anrühren. Zucker nach Belieben hinzufügen. Die Soße über das Kraut gießen und 24 Stunden ziehen lassen. Im Kühlschrank ist der selbstgemachte Krautsalat circa eine Woche haltbar.

5. Smoothies

Die bunten Fruchtbomben gelten als gesunde Snacks für zwischendurch. Was viele nicht wissen: Die fertigen Supermarkt-Obstsäfte enthalten nicht nur püriertes Obst, sondern durchschnittlich auch 26 Gramm Zucker in 200 Millilitern. Das entspricht neun Zuckerwürfeln! Wenn du auf deinen Smoothie dennoch nicht verzichten möchtest, mixe ihn doch einfach selbst: Lieblingsobst in den Mixer geben und pürieren! Noch besser: Apfel, Banane und Co. essen statt trinken – das hat einen größeren Sättigungseffekt und trainiert auch noch die Kaumuskulatur.

6. Ketchup

Der Hauptzuckerlieferant für die Currywurst: Ketchup wird zwar aus Tomaten gemacht, ist aber leider nicht so gesund wie vermutet wird. In 100 Gramm stecken schon 23 Gramm Zucker. In einer ganzen Flasche (750 Gramm) verstecken sich so bis zu 61 Stück Würfelzucker. Mit den übrigen Inhaltsstoffen kommen 100 Gramm Ketchup auf stolze 110 Kalorien. Falls du dachtest, hier sind einfach viele gesunde Tomaten drin, hast du dich leider gewaltig geirrt. Als Alternative kannst du zum Senf greifen. Der ist nämlich deutlich gesünder, enthält er doch hochwertige Senfsamen.

7. Eistee

Das Wort Tee verbirgt sich zwar darin, aber mit aufgekochtem, gesundem Tee hat der gekaufte Eistee nicht mehr viel zu tun. Ganze 80 Gramm Zucker befinden sich in einem Liter! Eine gesunde, zuckerfreie Alternative: Mineralwasser mit Zitronen- oder Himbeergeschmack. Gib einfach das Obst zusammen mit dem Wasser in eine Karaffe und stelle diese in den Kühlschrank. Extra-Tipp: Gefrorene Himbeeren verleihen einen besonders fruchtig-süßen Geschmack.